Tourensteckbrief: Eine Visite beim kleinen Bruder Simsee

Stammdaten der Tour:

Seebruck

Schwer

04:30 h

72 km

0 hm

605 m

469 m

Einige Ausblicke

Weitere Informationen:

Schwer

Einkehrmöglichkeit

Familientauglich

Kultur

Kulinarisch"

Rundweg

Beste Jahreszeit:

 


Tourbeschreibung

Seebruck , Seehotel Wassermann

Charakteristik - Bis hier heraus haben die eiszeitlichen Gletscher gereicht und die Landschaft geformt.
Hochmoore (Filzen), Niedermoore, größere und kleinere Seen, einzeln oder in Gruppen, eingebettet in eine
liebliche Hügellandschaft, das ist das reizvolle Ergebnis dieser viele Jahrtausende währenden Arbeit. Wie immer in eiszeitlicher Landschaft geht es eigentlich immer recht munter aus und ab, die Steigungen sind aber alle gutmütig und verlangen keine sportlichen Höchstleistungen. Das besondere an dieser Tour aber ist ihr „Wasserreichtum". Badeplätze, einer schöner als der andere, hier muß man einfach ab und zu einmal das Sportgerät zur Seite stellen.

Streckenbeschreibung:
Vom Seehotel Wassermann mit M[Chiemsee-Radweg] an der Kirche und dem Rathaus vorbei zum Ortsteil Esbaum. Hier wird M[oM] rechts abgebogen, die Landstraße Seebruck - Prien wird überquert und leicht ansteigend wird der Weiler Burgham erreicht. Bei der Wegegabelung im Ort rechts halten, nach ca. 300 m
wieder links abbiegen und hinunter zur Landstraße Seebruck - Seeon. Links an dieser weiter bis zum Waldrand, dann wiederum links abbiegen > [Grafenanger]. Bei der nächsten Wegegabelung rechts, aus dem Wald heraus und über die < Ischler Ache > nach Roitham. Bei dem Kirchlein wird links weiter gefahren und mit M[Klosterweg] ist es nur 1 Kilometer bis Pavolding.

Pavolding - Am Ortsende fesseln überlebensgroße Metallskulpturen die Phantasie des Betrachters. Rätselhafte, archaische Gestalten in betenden, segnenden, deutenden Haltungen; besonders an
nebligen Tagen von ganz ergreifender Wirkung. Daneben an einer alten Mühle zeugen weitere Kunstwerke (der Gute Hirte, der Wächter, die Mondfahrer) von der Arbeit des Meisters Prof. Heinrich Kirchner, der uns hier eine in ganz Bayern einmalige Freiluftgalerie geschenkt hat.

Durch den kleinen Ort und über einen Bach M[oM] > [Eggstätt]. Nach nicht ganz 1 km wird Karlswerk erreicht, rechts abbiegen und durch Wald- und Moorgelände nach Oberbrunn.

Oberbrunn - Der Edelsitz Oberbrunn war früher Eigentum Salzburger Ministerialen, darunter auch der Herren von Eschenau. 1531 wurde Oberbrunn Hofmarksitz, den zuletzt die Grafen la Rosée innehatten.

Bei der Straßengabelung nach dem Schloß wird links abgebogen und über Eschenau und Niederham, zwischen dem < Laubensee > rechts und dem < Eschenauer See > links hindurch, wird bei Meisham die Landstraße Obing - Eggstätt erreicht. Links einbiegend weiter, nach gut ½ km wird an dem Straßendreieck der rechte Ast befahren und noch vor Unterulsham links in einen Feldweg abgebogen. Dieser führt direkt hinein in die Wunderwelt der < Eggstätter Seenplatte >.

Eggstätter Seenplatte - „Wie ungleich sind aber nun die Geschwister des „Bayerischen Meeres”, nicht eins mit dem anderen zu verwechseln! Der eine See liegt dunkelgrün im Wald verloren, der zweite blau hinterm Latschendickicht, ein dritter flach und blaß und dorfnah im Wiesenland, ein vierter fernab von Haus und
Hof in umbuschte Mulde gesenkt. Dieser ist buchtenreich zerlappt und jener wie mit einer Backform rund ausgestochen. Einer glitzert kühl und klar, einer stockt in bleiernen Farben, einer scheint
mit flüssiger Seide gefüllt, einer erstickt in Sumpf und Schilf und Seerosen” (Lillian Schacherl).

Während linkerhand das Ufer des langgezogenen < Hartsees > die Route begleitet, wird rechterhand zuerst der < Pelhamer See > passiert, dann geht es über die < Ache >, den Abfluß des zweiten zum erstgenannten, rechts folgt dann der < Kautsee > und der < Einbessee > . Hier trifft der Weg - ein respektvoller historischer Schauer ist angebracht - auf die Römerstraße Via Julia, Kreuzung mit M[Via Julia]. Scharf rechts ab, um das Südufer des < Einbessees > herum bis zur Landenge zwischen diesem und dem und dann um dessen Nordspitze herum nach Stephanskirchen.

Stephanskirchen - Der Weiler am Hügel über dem Schloßsee ist uralt. Mit dem vielleicht prächtigsten Bundwerkstadel des ganzen Landstrichs aus dem Jahr 1848 ist er allemal eine Schauenspause
wert.

Der Weiler wird in südlicher Richtung verlassen und auf einer Landstraße wird über Hemhof Bach an der
Landstraße Seebruck - Bad Endorf angefahren. Rechts in Richtung Bad Endorf einbiegen, aber nach 200 m
gleich wieder links ab und, zuletzt die Bahnlinie Rosenheim - Salzburg überquerend, auf einem Wirtschaftsweg
nach Mauerkirchen. Hier wird die Landstraße
Prien - Bad Endorf überquert und nach Antwort weitergefahren.
Die Route führt weiter am Hang des bewaldeten Antworter Berges nach Thalkirchen. Auf einem Höhensporn voraus liegt Hirnsberg. Am Beginn der Steigungsstrecke wird rechts abgebogen. Durch den Ortsteil Gries, zwischen Rain links und Anger rechts hindurch nach Moos und hinein ins < Thalkirchner Moos >, welches von einigen Zuflüssen des Simssees durchzogen wird. Über Eichen am Simssee wird bei Krottenmühl die Nordspitze des < Simssees > gewonnen.

Simssee - Der See ist das drittgrößte stehende Gewässer zwischen Inn und Salzach. Er ist 6 km lang und maximal 2 km breit. Wegen seiner geringen Tiefe von höchstens 21 Metern sind seine moorhaltigen Wasser verhältnismäßig warm. An seinen beiden Schmalseiten breiten sich Moore und Filze aus, die Ufer an den
Längsseiten hingegen steigen steiler an, besonders das östliche Ufer. Seinen Zufluß erhält er durch die Thalkirchner und die Antworter Ache, die nördlich von Hirnsberg in den See fließen. Den Abfluß des Simssees bildet die Sims, die im Stadtgebiet von Rosenheim in den Inn mündet. Besonders die waldigen Uferhänge im
Westen und die ausgedehnten Schilf streifen an anderen Stellen geben dem Simssee ein Bild von Ruhe und Abgeschiedenheit.

Von hier an ist die Orientierung denkbar leicht, denn der Weiterweg führt immer auf dem schmalen Streifen zwischen dem Seeufer und der Bahnlinie Salzburg - Rosenheim bis zu der schon fast an der Südspitze des Sees gelegenen kleinen Ortschaft Simssee und weiter nach Weinberg.

Beim Gocklwirt am Weinberg steht die größte Kunstuhr der Welt. Die fünf Meter breite und 3 Meter hohe Anlage enthält 50 Figuren, 470 Räder sowie 14 Zifferblätter. Besonders eindrucksvoll sind die Figuren der 12 Apostel, die alle 12 Stunden an Christus vorbeidefilieren.

Das Naturschutzgebiet an der Südspitze des Simssees wird durchquert, die < Sims > überschritten und der nächste Ort erreicht, Riedering.

Riedering - ist eine keltische Gründung und zählt zu den ältesten Orten Oberbayerns. Als "Hrodheringas" wurde es bereits 788 n. Chr. urkundlich erwähnt.

Der nächste Tourenabschnitt - M[Salinenweg] - wird durch ein kurvenreiches und munteres Auf und Ab in einer bewegten glazialen Hügellandschaft bestimmt. Die berührten Orte bilden eine Paradeveranstaltung bajuwarischer Ortsnamengebung: Petzgersdorf, Siegharting, Thalham, Bergham, Wolferkam, Abersdorf,
Mühlham, Wurmsdorf, Farnach
.

Farnach - Hier wurde in der Mitte des 15. Jhs. ein Edelsitz begründet. Das einfache, richtig anheimelnde Schloßgebäude stammt aus dem Ende des 16. Jhs.. und wurde Mitte des 18. Jhs. barock erweitert und umgebaut.

Zwischen hier und dem nächsten Ort, Stetten, ist das tief eingeschnittene Tal der < Ache > in ziemlichen Gefälle zu überwinden. In Atzing an einer Straßenkreuzung biegt die M[Salinenweg] rechts ab, unsere Tour führt nach links weiter, 'Arbinger Straße' M[oM]. An Arbing vorbei zu einer Wegekreuzung mit einem schönen Holzkreuz, geradeaus weiter durch ein Waldstück hinunter nach Zacking und zur Straße Prien - Riedering, die bei Fürst erreicht und überquert wird. Nun steigt die Strecke wieder hinauf zu dem beherrschend auf einer Höhe liegenden Greimharting.

Greimharting - 1135 erstmals erwähnt, liegt am Schnittpunkt zweier einstiger wichtiger Handelswege und war Stammsitz der im 12. Jh. oft genannten Herren von Greimharting.

Am nördlichen Ortsrand wird die Landstraße auf die < Ratzinger Höhe > überquert und weiter nach Norden gefahren, bis nach ca. ½ km, bei Huben, nach rechts abgebogen wird und es hineingeht nach Rimsting.

Rimsting - Das Patrozinium der Pfarrkirche St. Nikolaus, eines Wasserpatrons, stellt Verbindungen zu Frauenchiemsee her. Besonderes Interesse verdient der Hochaltar, der früher auf Herrenchiemsee stand. Ihn schmückt noch das ursprüngliche Bild des Rimstinger Altars. Es zeigt den heiligen Nikolaus, der drei arme
Jungfrauen beschenkt.

Von der Kirche zur 'Endorfer Straße', diese überqueren und im Straßenzug 'Westernacher Straße'/'Schafwaschener Weg'/Seestraße' unter der Bahnunterführung hindurch an das Seeufer bei Schafwaschen. Durch den Ort mit dem aussagekräftigen Namen weiter über Eßbaum und Guggenbichl bis zur Straße Rimsting - Breitbrunn bei Aiterbach. Es geht mit M[Chiemsee Radweg] rechts weiter mit atemberaubenden Blicken über den See und ins Gebirge an Hochstätt, Breitenloh und Wolfsberg vorbei nach Breitbrunn.

Von der 'Rimstinger Straße' rechts abzweigend in die 'Gstadter Straße' erreicht man Gstadt.

Gstadt - ist der Ausgangspunkt zu Schiffsfahrten auf die Fraueninsel, die vom Gstadter Landungssteg nur einen knappen Kilometer entfernt liegt. Von hier aus hat man auch den schönsten Blick zur Fraueninsel, hinter der sich die Chiemgauer Alpen aufbauen. Von hier aus mit M[Chiemsee-Radweg] am Seeufer entlang zurück nach Seebruck.
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Zeichen und Schriftarten im Text:
Seebruck                                    Von der Route berührter Ort
> [Traunstein]                            Wegweiser
M[Salinenweg]                          Markierter Radweg
M[oM]                                          Ohne Markierung
'Bahnhofstraße'                        Benannte Straße
< Traun >                                   Berg-, Fluß-, See-, Flurname
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Text und Gestaltung: hansdaxer@t-online.de

 

 

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Datenquelle

Auftraggeber dieser Tour: