Tourensteckbrief: FrankenwaldSteig

Stammdaten der Tour:

Bad Steben

Sehr Schwer

72:01 h

242.86 km

5822 hm

793 m

300 m

Traumtour

Weitere Informationen:

Einkehrmöglichkeit

Kultur

Rundweg

Tourtipp

Haupt-Wanderwege

Weitwanderweg

Beste Jahreszeit:

 



Tourbeschreibung

Bad Steben

Etappe 1: Bad Steben – Nordhalben      13km                    385 Hm   Bad Steben – Langenbach – 12 Apostel - Nordhalben   Lebendiges Treiben und mystische Geschichte begleiten Sie auf dem Weg von Bad Steben nach Nordhalben. Im Kurpark flanieren, die Aussicht auf das Grüne Band und den Thüringer Wald genießen und dabei noch Historisches erfahren: Die erste Etappe des FrankenwaldSteigs bietet all das.   Die erste Etappe beginnt in der Nähe des Rathauses an der Hauptstraße in Bad Steben. Vom Bahnhof aus ist der Startpunkt über einen kurzen Fußweg von 250 m entlang der Bahnhofstraße mit dem FrankenwaldSteigla „Flaserkalksteig“ in nördliche Richtung zu erreichen.   Wir folgen der Hauptstraße für etwa 200 m in Richtung Westen um dann am „Humboldt-Haus“ links in die Badstraße abzubiegen. Bald erreichen wir das von Leo von Klenze geplante Staatliche Kurhaus und die historische Wandelhalle im Kurpark Bad Steben, wo sich auch die Trinkhalle für  eine Stärkung mit dem Bad Stebener Heilwasser befindet. An der Therme Bad Steben vorbei folgen wir dem Weg in nördliche Richtung   zur „Schönen Aussicht“. Dort links abbiegend gelangen wir auf die „Alte Langenbacher Straße“. Die alte Allee oberhalb von Bad Steben bietet durchwegs einen wunderbaren Blick auf den Frankenwald zur Linken und das thüringische Muschwitztal auf der rechten Seite.   Hinter dem Friedhof von Langenbach biegen wir links in einen schmalen Pfad ein und gelangen in die Ortschaft. Dort lassen wir die ersten beiden Abzweige liegen und folgen der Alten Schulstraße nach rechts um kurz darauf links in die Blumenstraße einzubiegen. An der nächsten Kreuzung halten wir uns erneut rechts und gelangen schließlich zur Dürrenwaider Straße, welcher wir wieder nach links folgen. Bereits 130 m weiter verlassen wir diese mit dem FrankenwaldSteigla „12-Apostel-Weg“ in Richtung Westen und begeben uns auf naturnahen Feldwegen zu den 12 Aposteln. Die Herkunft dieser Steinreihe liegt im Dunkeln. Während mancher behauptet, es handele sich um ein Observatorium aus dem Neolithikum, gehen andere Meinungen in die Richtung einer mittelalterlichen Grenzmarkierung. Ob dieses Geheimnis je gelüftet wird, steht in den Sternen. Ein beeindruckendes Ensemble stellt dieser Ort allemal dar.   Wir orientieren uns von nun in nordwestliche Richtung und laufen durch eine abwechslungsreiche Landschaft aus Äckern, kleinen Wäldchen und Teichen bis wir in der Oberen Mühlleiten den Abzweig nach Hermesgrün erreichen, an welchem wir uns links halten. Das nur 200 m vom FrankenwaldSteig entfernte Wanderheim des Frankenwaldvereins in Hermesgrün bietet Unterkunft für bis zu 40 Personen. Die Kontaktadresse für Buchungen ist unter „Wanderheime“ auf frankenwaldverein.de zu finden. Hier ist ein idealer Ort für eine kleine Rast. Sitzgruppen stehen ganzjährig zur Verfügung und auch die Toiletten sind für Wanderer jederzeit geöfnet.   Besuchen wir das Wanderheim nicht, führt unsere Wanderung an der Kreuzung geradeaus und wir verlassen die kleine Ortschaft über einen Feldweg in Richtung Heinersberg. Etwa 350 m nach dem Erreichen des Waldrandes queren wir die Straße und treffen am Aschgrund auf den Heinersberger Weg (RT 34), welcher uns ein Stückweit begleitet. Erneut treffen wir auf die Straße, die wir allerdings links liegen lassen um am Waldrand entlang Heinersberg zu umrunden. Von links trifft das nächste FrankenwaldSteigla, „Der Kirchgänger“ auf unsere Route. Beide Wege begeben sich dann nach 850 m auf einen Pfad in den Wald um kurze Zeit später wieder nach links abzubiegen. Erneut sehen wir die Ortsverbindungsstraße - sie dient uns nur zur Orientierung. Stattdessen begeben wir uns auf ein steiles Wegstück ins Tal und kommen oberhalb der evangelischen Kirche in den Nordhalbener „Grund“. Bereits hier erkennen wir den „Schwamma“ auf der gegenüberliegenden Talhang, einen großen hölzernen Fliegenpilz, an welchem später unsere Wanderung vorbei führen wird. Der Ortsteil Grund besticht nicht nur durch sein in den Hang gebautes Kirchlein. Auch der „Dreiherrenstein“ befindet sich am Ortsrand. Um zu diesem zu gelangen müssen wir vor der Kirche rechts abbiegen und uns entlang des etwa 200 m langen Abstechers ein weiteres Mal rechts halten. Der Dreiherrenstein trennte einst das Bistum Bamberg, die Markgrafschaft Bayreuth sowie das Fürstentum Reuß j.L. (jüngere Linie) - und heute Thüringen von Bayern. Auf dem Rückweg des Abstechers bleiben wir im Tal und treffen auf der Route des Flößerweges (grüner Flößerhaken) wieder unseren FrankenwaldSteig.   Auf dem FrankenwaldSteig bleibend, laufen wir aber an der Kirche vorbei und folgen ab dem Tal der etwas breiter angelegten Ortsdurchfahrt bis wir die Staatsstraße am Tunnel queren und über schmale Pfade den Schlossberg von Nordhalben erklimmen. Oben angekommen erkennen wir die alten Gräben um die längst verschwundene Burg. Liegen und Bänke laden zum Verweilen unter dem „Schwamma“ ein und lassen entspannt ins soeben durchquerte Rodachtal blicken. Nach der Umrundung der Bergspitze und des Kreuzes begeben wir uns auf dem schmalen Pfad nach Nordhalben. Nach der Marienkapelle halten wir uns rechts und laufen entlang des Kapellenwegs bis zur Klöppelschule. Hier wird dem Besucher das alte Handwerk des Klöppelns näher gebracht, auch die internationale Spitzensammlung befindet sich im Haus. In der Amlichstraße endet die erste Etappe des FrankenwaldSteigs am „Ausgangspunkt Wanderbares Deutschland. Unterkunfts- und Einkehrmöglichkeiten befinden sich in der Ortsmitte.     Etappe 2: Nordhalben – Ludwigsstadt  25 km    734 Hm   Nordhalben – Tschirn – Haßlach/Teuschnitz - Ludwigsstadt   Kontrastprogramm zur Reizüberflutung: Stille und Ruhe erwarten Sie auf der zweiten Etappe von Nordhalben nach Ludwigsstadt. Das Plätschern des Wassers, das Rauschen der Bäume im Wind und die Kirchen laden zur Besinnung ein.   Der Ausgangspunkt der zweiten Etappe des FrankenwaldSteigs befindet sich in der Amlichstraße in Nordhalben unweit des Klöppelmuseums. Unser Weg innerhalb der Ortschaft führt fast vollständig über die Filmkulisse des Historiendramas „Ballon“ von Michael „Bully“ Herbig. Große Teile des Filmes wurden im Frankenwaldort und seiner Umgebung gedreht. Er behandelt die Flucht zweier Familien mit einem selbstgebauten Heißluftballon aus der ehemaligen DDR.   Wir folgen der Amlichstraße nach Westen bis wir die Lobensteiner Straße queren und dem Fichteraweg bis zum Skilift am Galgenberg folgen. Nach dem Lifthäuschen biegen wir links ab und laufen talabwärts in den Wald. Von nun an begleitet uns der Seenweg (blaues „S“) auf einer längeren Strecke.   Vorerst auf einem Forstweg unterwegs, begeben wir uns am Teufelsberg auf einen naturbelassenen Steig um im Tal der Nordhalbener Ködel zur ehemaligen Fichteramühle zu gelangen. Die 200-jährige Schneidmühle - einst beliebtes Ausflugsziel und gemütliche Wanderer-Einkehr - brannte im Jahre 1971 aus nicht geklärten Gründen ab und konnte wegen der Ködeltalsperre (Wasserschutzgebiet) nicht mehr aufgebaut werden.   Wir queren bei der Mühle das Tal, biegen kurz nach links ab und nach wenigen Metern wieder nach rechts. Mit einem kleinen Seitentälchen geht es stetig bergan bis zum Kamm des Wirtsberges. Diesen kaum erreicht steigen wir schon wieder hinab in das Tal der Tschirner Ködel. Am zweiten großen Zufluss der Ködeltalsperre queren wir das Bächlein und gehen erneut mit einem kleinen Bächlein bergauf. Nach etwa 700 m verlassen wir den Mischwald und erreichen die Hochfläche von Tschirn. Das Pfarrdorf liegt 650 m über NN an der Frankenwaldhochstraße auf einer großen Rodungsinsel zwischen der Tschirner Ködel und dem Dober. Die 1869/70 erbaute kath. Pfarrkirche mit dem spitzen Turm grüßt weithin in das Umland. Am Ortseingang biegen wir nach dem Bauernhof links ab und kommen auf die Kronacher Straße, welcher wir nach rechts bis zur zentralen Kreuzung folgen. Diese überqueren wir und gehen auf der zentralen Straße (Lehestener Straße) den Berg aufwärts mit der Kirche im Blick. Keine 100 m nach der Kirche führt unser Weg nach links in den Reichenbacher Weg und am Ortsrand rechts über den oberen Wiesenweg in den Wald. Immer talabwärts wandern wir durch Fichten- und Mischwälder ins Dobertal. Am Talweg angekommen gehen wir nach rechts. Im Talgrund der Dober wurden auf vielen Flächen die in der 2. Hälfte des letzten Jahrhunderts gepflanzten Fichten wieder entfernt. Die verbliebenen wechseln sich mit Hochstaudenfluren und Wiesen ab. Hinter dem Doberteich, einem ehemaligen Floßteich, führt unser Weg nach links über den Bach um kurze Zeit später, diesmal rechts abbiegend der Doberleite hangparallel zu folgen. Im Reppichgrund verlassen wir das Dobertal für den nächsten Aufstieg auf einen Bergkamm, nur um gleich danach wieder in das Kremnitztal hinab zu steigen. Wir überqueren den Talgrund bei einer kleinen Teichanlage und erreichen über Feldwege das 631 m hoch gelegene, schon 1190 erstmals erwähnte, Reichenbach.   Nach dem Kreuzen der Hauptraße biegen wir rechts in die Brunnenstraße ein, welche an der nächsten Kreuzung in die Kirchstraße übergeht.   Wir erreichen den idyllisch gelegenen Friedhof, halten uns rechts und laufen direkt auf Haßlach zu. Ein Wegweiserbaum in der Ortsmitte weist den Weg nach halbrechts in Richtung der Wallfahrtskirche „St. Maria und die 14 Nothelfer“. Es ist die älteste 14-Nothelferstätte in Europa (1121). Sehenswert sind auch im Umfeld die zahlreichen Martern und Kreuze – Zeugnisse tiefer Frömmigkeit der Menschen in Vergangenheit und Gegenwart. Von hier aus verlaufen mehrere Wanderwege, beispielsweise das FrankenwaldSteigla „Arnikaweg“ längere Zeit parallel zu unserer Tour. Etwa 100 m nach der Kirche biegen die Wege nach rechts ab und führen über einen Wiesenweg über die „Gartenäcker“. Auf der Hochfläche teilen sie sich wieder und der FrankenwaldSteig führt mit dem Burgenweg zum Waldrand und weiter hinab in das nächste Tal. Der Dammbach schneidet das Tal schon weniger ein, als dies noch bei den vorherigen Talquerungen der Fall war. Dennoch überwinden wir bis zum Wanderparkplatz Ziegelhütte (1,6 km) noch einmal 100 Höhenmeter. Um dorthin zu gelangen gehen wir durch die Teichanlage und ein kurzes Stück steil den Berg hoch. An der nächsten Kreuzung halten wir uns rechts und laufen bald am Waldrand entlang, ehe wir wieder nach links abbiegen und weiter bergauf gehen. Wenn uns der Heeresstraßenweg (R 33) am Waldrand nach links verlässt, sind es noch 200 m bis zur Straße. Dort angelangt laufen wir erst nach links, kreuzen nach 100 m die nächste Straße um dann wieder rechts auf dem Fahrradweg abzubiegen. Vorbei am Kreisverkehr und dem Weiler Ziegelhütte gelangen wir zum Wanderparkplatz an welchem wir uns vom Aufstieg erholen können. Nach der Rast geht es weiter auf der kleinen Straße in Richtung Lauenhain. Schöne Weitsichten begleiten uns während wir die Hochfläche durchwandern. Gleich nach dem Ortseingang  halten wir uns rechts und laufen in das Gässchen „Höhenweg“, queren einen kleinen Platz und setzen die Wanderung über die Hochfläche fort. Auf der „Wart“, dem mit 683 Hm höchstgelegenen Punkt auf dieser Etappe, lohnt sich ein Blick zurück um die Weite des Frankenwaldes zu genießen. Von nun an führt der Weg kontinuierlich bergab. Erst über die Wiesen, dann durch den Wald. Wenn uns an der Kreuzung im Wald Rennsteig-Weg (blaue 11) und Steinbacher Weg (R 42) verlassen, laufen wir links weiter. Wir passieren einen kleinen Steinbruch und bald eröffnen sich die ersten Blicke auf Ludwigsstadt, unserem Etappenziel. Ruhebänke und Liegen lassen noch einmal durchatmen, bevor wir die Ortschaft erreichen. Mit der Ottendorfer Straße wandern wir in den Ort hinein, verlassen diese nach links und biegen in die Schulstraße ab, welcher wir für etwa 500 m folgen. An der Schule angelangt, folgen wir den Wegen in der kleinen parkähnlichen Anlage und erreichen schließlich die Kronacher Straße. Wenige Meter weiter rechts führt ein Abzweig in die Alte Poststraße. Die zweite Etappe des FrankenwaldSteigs ist hier zu Ende. Neben zahlreichen Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten hat Ludwigsstadt auch das Deutsche Schiefertafelmuseum zu bieten. Nicht nur für Eisenbahnfreunden ist das denkmalgeschützte Trogenbachviadukt sehenswert.     Etappe 3: Ludwigsstadt – Teuschnitz     14 km    440 Hm   Ludwigsstadt – Steinbach am Wald – Teuschnitz-Aue - Teuschnitz   Traditionelles Handwerk und moderne Industrie prägen die Rennsteigregion im Frankenwald. Schiefer- und Glasindustrie, Kräuterkunde und Brauchtum werden hier großgeschrieben. Weit blicken wir über den Rennsteig in den Frankenwald und den Thüringer Wald und genießen die befreiende Weite auf den Höhen des Frankenwaldes.   Am Abzweig der Alten Poststraße von der Kronacher Straße in Ludwigsstadt befindet sich der Ausgangspunkt für die dritte Etappe des FrankenwaldSteigs. Anfangs gilt es etwa 300 m entlang der Wela-Werke in südlicher Richtung Ludwigsstadt zu verlassen. Nach der Querung der Bahngleise folgen wir diesen weiter nach Süden. Gemeinsam mit der „Alten Heeresstraße“ durchlaufen wir Fichtenwälder immer entlang des Haßbaches seiner Quelle entgegen. Auf den gut ausgebauten Forstwegen kommen wir auf eine Kreuzung an einer größeren Lichtung in einem kleinen Taleinschnitt. Hier zweigen wir rechts ab und kommen am idyllisch gelegenen „Jugendheim am Tippach“ vorbei. Wir steigen weiter bergan und kommen wieder auf einen großen Forstweg, welchem wir nach links folgen. Der große Kahlschlag beidseitig des Weges lässt die Weite erahnen, die später unseren Weg begleiten wird. An einer Sitzgruppe biegen wir links ab um am übernächsten Abzweig (250 m) wieder rechts abzubiegen. Anfangs auf einem naturnahen Weg unterwegs kommen wir nach einem kleinen idyllischen Teich wieder auf einen Forstweg. Diesem folgen wir ohne abzubiegen immer geradeaus bis wir an die B 85 gelangen. Hier ist Vorsicht geboten! Der Wanderweg führt, rechts abbiegend, auf ca. 100 m entlang der Straße und dann erst über den Parkplatz und weiter links auf einen naturnahen Weg entlang der Bahnstrecke nach Steinbach am Wald. Beim kleinen Park, der sich im Ort neben uns öffnet lohnt sich eine kleine Rast. Danach treffen wir auf den Rennsteig, nach welchem auch die Rennsteigstraße benannt ist. Wir folgen dieser nach rechts und bleiben bis zum Abzweig der Badstraße auf dieser Strecke. Der Obelisk auf dem Kreisverkehr, das Wahrzeichen von Steinbach am Wald, ist in Sichtweite. Links abbiegend liegt vor uns das Freizeitzentrum. Im Café lässt sich eine Verpflegung aufnehmen oder sich über den Ort informieren. Die Ausstellung im Obergeschoss zeigt Wissenswertes über die Region. Wir laufen weiter die Badstraße geradeaus bis wir an der T-Kreuzung links abbiegen und uns der Glas-Recyclinganlage nähern. Vor den Glasbergen biegen wir allerdings rechts ab und begeben uns für einige hundert Meter in den Wald um später am Waldrand nach links in Richtung Tal abzubiegen. Nach passieren der Bahnunterführung führt unser Weg rechts in einen naturnahen Weg entlang der Bahnlinie. Gemeinsam mit dem FrankenwaldSteigla „Arnikaweg“, auf welches wir erneut treffen, geht es bis zur Bastelsmühle immer geradeaus. Der kleine Weiler mit Gaststätte hat leider nicht regelmäßig geöffnet, befindet sich aber in einer wunderschönen Lage. An der Bastelsmühle überqueren wir die Haßlach und laufen über artenreiche Talwiesen, und später durch den Fichtenwald, bergauf. Es eröffnen sich stetig schöne Aussichten auf das Haßlachtal und die Bastelsmühle. Am Waldrand angekommen ist dieser Aufstieg geschafft und die ersten Ausläufer der Teuschnitzaue zeigen sich. Die Teuschnitzaue ist reich an Tier- und Pflanzenarten und deshalb auch als Natura2000-Gebiet besonders geschützt. Die Stadt Teuschnitz nennt sich selbst „Arnikastadt“ und hat sich auf Produkte und Dienstleistungen im Bereich von Heilkräutern einen Namen gemacht. Die Arnika kommt hier, ebenso wie die selten gewordenen Bärwurz, heute noch in größeren Beständen vor. Die Arnika Akademie mit dem Kräuter Lehr- und Schaugarten und der Naturmanufaktur bietet das ganze Jahr über verschiedene Seminare und Workshops zu den Themen Arnika, Kräuter und Naturheilkunde an. Im Arnika Café (jeden ersten Sonntag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr geöffnet) kann man gemütlich einkehren und Köstlichkeiten der Region genießen. In der Naturmanufaktur (Donnerstag und Freitag von 14:00 bis 17:00 Uhr sowie Samstag von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet) finden sich zahlreiche regionale Produkte, von Naturkosmetik über Salze, Öle und Teemischungen bis hin zu Confiserieprodukten und Edelbränden.   Wir laufen stets in südliche Richtung und nach einem kleinen Wäldchen erreichen wir unweit unseres Wanderweges die „Steinerne Arnika“. Ein Kunstwerk, welches den Bezug der Stadt zur Arnika aufzeigt, lädt zum Verweilen ein. Der Blick über die Landschaft zeigt die Teuschnitzaue besonders im Sommer in voller Pracht, im Hintergrund erkennt man bereits die Stadt selbst, das Ziel unserer Etappe. Um dorthin zu gelangen laufen wir weiterhin in Richtung Süden und treffen schließlich auf einen weiteren Feldweg. Bei der Wegspinne gilt es aufzupassen, denn der Weg führt nun über einen kleinen Pfad auf der Wiese. Dieser ist zur Brutzeit der Bodenbrüter allerdings gesperrt und eine Umleitung ausgewiesen. An Ende des Wiesenweges laufen wir erst nach rechts und nach dem Teich wieder nach links über die Feldwege. An der nächsten Kreuzung biegen wir rechts ab und durchqueren ein letztes Mal die Aue um im „Steinbacher Weg“ in Teuschnitz anzukommen. Auf diesem bleiben wir bis zur nächsten T-Kreuzung, laufen dort nach rechts und befinden uns nach 200 m am Rathaus von Teuschnitz.     Etappe 4: Teuschnitz – Kronach               25 km                   381 Hm   Teuschnitz – Marienroth – Glosberg - Kronach   Drei Flüsse fließen nach Kronach: Rodach, Kronach und Haßlach. Uns begleitet die Haßlach und wir lauschen dem Plätschern des Flusses. Die Blicke ins Haßlachtal lassen in der Ferne Kronach erahnen.   Die vierte Etappe unseres FrankenwaldSteigs beginnt am Rathaus von Teuschnitz. Wir folgen der Hauptstraße abwärts bis diese scharf nach rechts abbiegt. Dort halten wir uns nach links und gehen in die Nebelgasse, durchqueren einen Hof und verlassen den Ort über einen mit Bäumen und Sträuchern gesäumten Weg. Gemeinsam mit dem Burgenweg verläuft der Weg entlang des Galgenberges bis sich ein weiterer schöner Blick auf Wickendorf und das Teuschnitztal öffnet. Dort biegen wir rechtwinkelig rechts ab und wandern auf einem begrasten Weg abwärts in die Tallandschaft der Teuschnitz nach Wickendorf. In der langgezogenen Ortschaft gehen wir an der Dorfstraße nach links um an der Kreuzung neben dem Dorfteich nach rechts abzubiegen. Innerhalb des Ortes bleiben wir nun auf gerader Strecke bis wir den Sportplatz passieren und am Waldrand weiter bis zu einer Straße laufen. Diese wird schnell gequert und gegenüber wieder am Waldrand weiter gegangen. Jetzt befindet dieser sich auf der linken Seite und vor der Lichtung biegen auch wir nach links ab. Parallel zur Straße führt unser Weg nun nach Südwesten für etwa 1,2 km durch den Wald. Auf der linken Seite öffnet sich wieder die Landschaft und nach weiteren 400 m erreichen wir eine zentrale Kreuzung von Wanderwegen. Gemeinsam mit dem Burgenweg müssen wir nun ein kurzes Stück über die Straße gehen, biegen aber bei der nächsten Möglichkeit wieder nach rechts ab und laufen geradewegs auf den Sendeturm auf dem Pfaffenberg zu. Am Pfaffenberg treffen wir wieder auf ein FrankenwaldSteigla. Bis nach Marienroth hinein begleitet uns der „Pfaffenbergweg“. Bei guten Sichtverhältnissen reicht die grandiose Weitsicht bis Schloss Banz, zum Staffelberg und zur Fränkischen Alb. Wir folgen unserem Weg abwärts zu der von einer Gruppe von Bäumen umgebenen Gedenkstätte und weiter zum Zentrum von Marienroth. An der zentralen Kreuzung biegt der Pfaffenbergweg nach rechts ab, wir gehen hier nach links. Nach 200 m lohnt sich auch ein Blick in die kleine barocke Kirche des Ortes. Wir wandern auf einem Wirtschaftsweg ortsauswärts, hinunter in das Tal der Teuschnitz und dann auf einem schönen Weg das reizvolle Tal des ehemaligen Floßbaches abwärts. Wir überqueren bis zum Floßteich auf Stegen zweimal den Bach und biegen danach rechts in einen Waldweg ab, der uns länger bergan zur Straße auf der Höhe führt. Wir machen einen kurzen Abstecher zum nahen, dem hl. Petrus, geweihten Peterskirchlein. Der hl. Petrus in der Kapelle von Brauersdorf stand bis zum Jahre 1750 in der abgegangenen Peterskapelle. 1520 wurde das Peterskirchlein als „ecclesia Prauersdorf“ genannt. Der FrankenwaldSteig aber quert die Straße, biegt gleich wieder nach links zum Wald ab und führt dann auf der Höhe mit schönem Blick auf Pressig, das weite Tal der Haßlach und die es umgebenden Frankenwaldhöhen durch die Fluren bis zur Straße. Aufwärts wandernd erreichen wir Posseck mit der sehenswerten Kirche und dem schönen Dorfzentrum. Die Langheimer Mönche hatten Posseck von 1180 bis 1388 als ihr Eigen. Vom Friedhof aus bietet sich eine Sichtverbindung zur vormaligen Mutterkirche in Lahm. Man glaubt, dass Teile der Pfarrkirche bis in die Zeit der Langheimer Zisterzienser zurückgehen.   Am Scheitelpunkt der Straße führt der FrankenwaldSteig auf einem Feldweg nach rechts. Nach dem Aussiedlerhof müssen wir uns ebenfalls nach rechts halten und weiter, an zwei Martern vorbei, zum Wald und bald auch zum Größauer Kreuz laufen. Unterwegs begleiten uns schöne Ausblicke auf das Haßlachtal.   Nun geht der Weg beständig mehr oder weniger steigend immer geradeaus durch verschiedene, mit Laubbäumen durchsetzte Waldformationen weiter zur Höhe. Wir kommen, vorbei an der auf einer Rodungsinsel im Quellgebiet der Reitscher Grün gelegene Einzel Eichelberg, zur Einzel Schafhut an der Straße. Wir wandern auf der Stichstraße zum Trebesberger Kreuz, einer Kreuzung mit grandioser Fernsicht. Dort biegen wir nach rechts ab, laufen über einen naturnahen Weg in den Wald hinein und erreichen nach etwa 1,2 km die Waldkapelle oberhalb von Gloßberg. Die Waldkapelle Ziel zahlreicher Wallfahrten und Prozessionen. Wir wandern kurz auf der Höhe weiter, vorbei an der Grabstätte eines unbekannten Soldaten und folgen dann dem Kreuzweg steil abwärts. Im Talgrund der Haßlach, am Fuße des Rauschberges erreichen wir die Wallfahrtskirche von Glosberg. 1844 soll an dieser Stelle die Muttergottes erschienen sein.   Nach der Kirche halten wir uns links und verlassen den Ort in südliche Richtung am Friedhof vorbei entlang der Straße. Kurz nach dem Ortsausgang verlassen wir diese nach links, um über Feldwege in einer „Rechteckform“ wieder zurück zur Straße kurz vor einer Einzel zu gelangen. Vor diesem Haus führt uns ein mit Laubbäumen umsäumter Feldweg nach links leicht abwärts zur Straße.   Vor der Straße biegen wir für ein kurzes Stück entlang des Teiches links ab um nach knapp 100 m die Straße zu queren. In der engen Kurve ist Vorsicht geboten! Von nun an bleiben wir im Haßlachtal und halten uns immer geradeaus. Am Abzweig nach Bernsroth gehen wir auf der Straße nach rechts und biegen bereits nach 100 m wieder links ab auf einen Feldweg am Waldrand. Nach dem Wasserhaus queren wir die Haßlach und laufen auf einem schmalen Steig, dem „Franziskanerweg“, entlang des Baches weiter talabwärts, überqueren eine Wiese und gelangen wieder an den Fluss. Dieser begleitet uns bis nach Kronach hinein. Bei der zweiten Möglichkeit in der Ortschaft biegen wir nach rechts ab und gehen über die Nordbrücke, halten uns sofort danach wieder rechts und kommen schließlich an der Silbermann-Anlage an. Dies ist der Schlusspunkt der vierten Etappe des FrankenwaldSteiges. Hans Silbermann (1890-1976) war Schulrat im vormaligen Landkreis Naila, Heimatforscher, Herausgeber heimatgeschichtlicher Werke, Ehrenmitglied des FWV, Ehrenbürger von Marxgrün, ehrenamtlicher Archivar der Stadt und des Landkreises Kronach, Verfasser der Stadtchronik und zahlreicher Chroniken vieler Frankenwaldgemeinden.     Etappe 5: Kronach – Gössersdorf                            16km                    489 Hm Kronach – Lucas-Cranach-Turm - Weißenbrunn - Gössersdorf   Die Festung Rosenberg mit der Fränkischen Galerie und die historische Altstadt Kronachs laden uns zu einer Erkundungstour ein. Vom Lucas- Cranach-Turm schauen wir zurück auf bereits gegangene Wege und blicken hinauf zu den Höhen des Frankenwaldes.   Diese Etappe des FrankenwaldSteiges beginnt an der Silbermann-Anlage in Kronach. Es handelt sich um die kürzeste der dreizehn Etappen und so lohnt es sich vor der Wanderung die romatische Kreisstadt zu erkunden. Seit dem Jahre 1249 schützte mit Sicherheit eine Burg auf dem Rosenberg als nordöstlicher Eckpfeiler des Bistums Bamberg die Stadt, das Umland, die Handels- und Verkehrswege. Sie war auch Sitz der Verwaltung. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde sie zur Festung umgebaut. Um dorthin zu gelangen bietet sich der Festungsweg (KC 21) an, welcher über die Nordbrücke und durch die Obere Stadt zur Feste führt, um danach durch die obere Stadt und schließlich am Bahnhof wieder auf den FrankenwaldSteig zu treffen. Der Umweg beträgt etwa 700 m.   Einen Besuch der Festung Rosenberg mit der Fränkischen Galerie sollte man sich auf keinen Fall entgehen lassen. In den Sommermonaten ist sie zudem Kulisse der Rosenberg Festspiele, eines Freilichttheaters hoch oben auf der Burgmauer. Die mittelalterliche Altstadt mit der „Oberen Stadt“ bietet zahlreiche malerische Ecken und Ausblicke. In der Innenstadt finden sich mehrere Einkehrmöglichkeiten und Übernachtungsbetriebe.   Der FrankenwaldSteig selbst, führt ab der Silbermann-Anlage entlang der Haßlach auf der Klosterstraße und später auf der Adolf-Kolping-Straße zum Bahnhof. Dort befindet sich auch das Frankenwald Tourismus Service Center, welches Informationen über den gesamten Frankenwald zur Verfügung stellt. Auch Buchungen bei unseren Gastgebern am FrankenwaldSteig sind hier möglich. Nach dem Bahnhofsplatz halten wir uns halblinks in ein kleines Gässchen und laufen wieder entlang der Haßlach. An einer Fußgängerbrücke überqueren wir diese am Zusammenfluss mit der Kronach. Wir gelangen an den Plessi-Turm und das Gelände der Landesgartenschau des Jahres 2002. Hier treffen wir auch auf den Frankenweg, welcher uns - vorerst bis Weißenbrunn - begleitet. Solange wir uns in diesem parkähnlichen Gelände bewegen, können wir alle Wege nutzen, die von Nord nach Süd verlaufen. Sie führen an der Seebühne vorbei und später unter der B 303 hindurch bis zu einer Holzbrücke über welche man das LGS-Gelände wieder verlässt. An der Skate-Anlage gehen wir nach links in Richtung des REAL-Marktes, lassen diesen liegen und überqueren die B 85 an der Fußgängerampel. Vor uns befindet sich in Fröschbrunn die Sommerrodelbahn. In der zugehörigen Gaststätte bietet sich eine Einkehrmöglichkeit.   Vor dieser biegen wir rechts ab und wandern auf einem stillen Waldweg durch einen gepflegten Hochwald aufwärts. Am Scheitelpunkt dieses Weges biegen wir auf einem Pfad nach links ab und steigen, an einem längst aufgelassenen Sandsteinbruch vorbei, aufwärts zum Weiler Kaltbuch. Wenn wir nur wenige Meter an den Waldrand treten, genießen wir dort nach dem Aufstieg den weiten, eindrucksvollen Blick auf das Küpser Umland, Schloss Banz und den Staffelberg. Wir folgen dem Waldweg geradeaus über die Straße in den Wald. In einem weiten Rechtsbogen umwandern wir den Weiler und freuen uns über die Durchblicke und die Aussichten, wenn wir nahe des Waldrandes bis zur Abzweigung zur Höhe hin laufen. Der schöne Ausblick weitet sich dabei mehr und mehr, bis wir ihn vom 22 m hohen, 1913 von der Ortsgruppe Kronach des Frankenwaldvereins erbauten Lucas-Cranach-Turm voll genießen können. Er thront 200 m über dem Rodachtal auf dem 496 m hohen Kaltbucher Knock. Wir gehen auf der Höhe weiter und kommen nach dem Sendemast nach rechts auf einem weichen Pfad durch schöne Waldbestände zu einer Altstraße - der Alten Heeres- und Handelsstraße. Sie führte von Kulmbach nach Kronach und kreuzte am Samelstein eine weitere Altstraße (Bamberg – Burgkunstadt – Hof). Auf dem historischen Fahrweg erreichen wir abwärts wandernd die Weißenbrunner Spinne. Hier halten wir uns rechts und gehen stetig abwärts nach Weißenbrunn. Sämtliche Nebenstraßen ignorierend gelangen wir an der Raiffeisenbank zum Weißenbrunner Ausgangspunkt „Wanderbares Deutschland“. Hier beginnt auch das FrankenwaldSteigla „Stübengrabenweg“, welches uns schon seit dem Sendemast begleitet hat. Wir gehen auf der Hauptstraße nach links und folgen dieser für etwa 200 m. Kurz nach dem Wahrzeichen des Braudorfes, dem Brunnen der Jungfer Kättl, biegen wir nach links in die Sandstraße ein. Am Brunnen selbst lohnt sich der Abstecher zum Brauer- und Büttnermuseum auf dem Pardiesplatz. Führungen sind nach Absprache möglich. Wir verlassen hier Franken- und Burgenweg, folgen der Sandstraße und biegen nach rechts in den „Waldweg“ ein um gleich darauf wieder nach links abzubiegen und den Ort zu verlassen. Im reich strukturierten Mischwald treffen wir immer wieder auf Relikte des Bergbaus während wir uns kontinuierlich am Hang und an der Sandgrube vorbei nach oben bewegen. Dabei queren wir einen Forstweg und kommen schließlich an eine Wegspinne, an welcher wir rechts abbiegen und den naturnahen Weg weiter folgen um zur Straße zwischen Staibra und Horlachen zu gelangen. Diese queren wir auf der Höhe und bewegen uns nun wieder talabwärts. Nach etwa 600 m verlassen wir den Wald und blicken auf Wötzelsdorf. Dort angekommen bietet sich eine Einkehrmöglichkeit im Landgasthof Schmidt (Abstecher nach rechts) oder wir gehen geradeaus durch das Dorf, folgen der Hauptstraße nach links um nach ca. 100 m wieder rechts in die Auleite abzubiegen. Wir folgen dem kleinen Taleinschnitt entlang der Häuser und biegen kurz darauf rechts in einen naturbelassenen Weg ein. Entlang des Waldrandes und über Feldwege wandernd gelangen wir auf ein kleines Sträßchen. Diesem folgen wir für etwa 500 m bis zur nächsten Kreuzung. Dort biegen wir rechts ab um über einen Schotterweg zu den Vierzehnweglein zu gelangen. An dieser Kreuzung halten wir uns nahezu geradeaus und begeben uns, stetig bergab laufend, in Richtung Gössersdorf. Über Felder und kleine Wäldchen gelangen wir nach 1.400 m an den Ortsrand von Gössersdorf, wo diese Etappe endet. Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit bietet der Gasthof Alex, wo auch die nächste Etappe beginnt.     Etappe 6: Gössersdorf – Kulmbach        17 km    429 Hm   Gössersdorf – Kirchleuser Platte – Patersberg - Kulmbach   Wir genießen die Ausblicke ins Kronacher Land und entlang der Fränkischen Linie, weite Horizonte für Augen und Seele. Immer vor Augen: saftige Wiesen und Felder und die Bierstadt Kulmbach. Historische Begebenheiten, Höhenflüge und geschäftiges Treiben.   Wir beginnen die sechste Etappe des FrankenwaldSteiges am Gasthof Alex in Gössersdorf.  Hinter der Gaststätte halten wir uns nach etwa 100 m halbrechts und bleiben bis nach dem Ortsausgang auf dem geteerten Weg. Dieser geht bald in einen Feldweg über und teilt sich kurz darauf. Hier gehen wir nach rechts, laufen für ca. 500 m am Waldrand entlang, ehe es im Wald stetig bergab geht. Wenn am Schönberg linkerhand wieder Wiesen auftauchen, treffen wir auf einen Wirtschaftsweg, welchem wir nach rechts folgen, um nach 250 m wieder nach links in einen steil nach unten führenden Weg abzubiegen. Fast im Tal angekommen, treffen wir auf einen Forstweg. Diesem folgen wir nach links und gelangen schließlich, vorbei an Talwiesen und einer kleinen Teichanlage, zur B 85. Da wir die Bundesstraße queren müssen, ist Vorsicht geboten! Wir halten uns dabei rechts und biegen nach wenigen Metern wieder nach links ab. Ein Hohlweg führt durch einen Buchenwald steil nach oben und wir erreichen schließlich eine Wiese, welche wir links umgehen. Ab hier folgen uns wieder Frankenweg und Burgenweg. Am Ende der Steigung angekommen, befinden wir uns oberhalb des ehemaligen Steinbruchs. Aufgrund der Absturzgefahr und des Naturschutzes sollte der Steinbruch nicht betreten werden. Daher gehen wir weiter und treten kurz danach aus dem Wald heraus um einem heckengesäumten Weg bis zur nächsten Kreuzung zu folgen, an welcher wir rechts abbiegen. Kurz darauf führt unser Weg nach links und verläuft für die nächsten 4,5 km auf der Kirchleuser Platte entlang des Waldrandes. Die Kirchleuser Platte ist eine, dem Frankenwald vorgelagerte und nahezu ebene geologische Formation aus weißem Jura mit herrlichem Blick auf die „Fränkische Linie“. Beeindruckend sind die Ausblicke nach Osten und gelegentlich auch die weit reichenden herrlichen Ausblicke (auf der Straße nach Schimmendorf) nach Westen. Ein Glanzpunkt der Wegestrecke ist der weite Rundblick vom Kirchleuser Knock, den wir vom Samelstein aus auf dem Zugangsweg nach Kirchleus (750 m einfach) erreichen. Seit dem Jahr 2011 steht der Samelstein wieder an seinem alten Standort an der alten Heeres- und Handelsstraße. Bis dahin stand an dieser Stelle eine Nachbildung und der Originalstein war im Museum auf der Kulmbacher Plassenburg untergebracht. 18 Jahre hatte sich seine Bürgerinitiative für die Rückführung des Steines eingesetzt.   Nach dem Überqueren der Straße nach Schimmendorf laufen wir auf der Höhe des Kirchleuser Rains, wie der Höhenrücken auch heißt, ein gutes Stück weiter und verlassen diesen mit einem phantastischen Weitblick nach Westen hin abwärts zum ersten Haus von Oberdornlach. Im Dorf ist heute noch für Kundige der Kernhügel der einstigen Burganlage erkennbar. Ohne Abstecher zur Einkehr in Oberdornlach wandern wir – begleitet von schönen Ausblicken – auf einem naturbelassenen Feldweg geradeaus weiter, durch die Fluren über eine Anhöhe und durch eine reizvolle Tallandschaft, dann eine Weile im Wald ziemlich steil aufwärts zum Beginn des Höhenrückens des Patersberges. Auf weichen Waldwegen kommen wir auf der lang gestreckten Höhe durch Kiefernhochwald zum Aussichtsturm „Schaudichum“, einem viereckigen, 1838 erbauten, 8 m hohen Sandsteinbau auf dem südlichen Gipfel des 528 m hohen Patersberges. Vom Turm aus hat man einen wunderbaren Blick auf Kulmbach mit seinem Wahrzeichen, der Plassenburg. Aber auch den Görauer Anger, den Staffelberg und die vorher durchwanderte Kirchleuser Platte kann man von hier aus sehen.   Auf stets angenehmen Pfaden und Steigen wandern wird in Serpentinen durch lichten Hochwald den Hang des Patersberges lange und beständig abwärts. Am Bergfuß lädt eine Sitzgruppe mit einer überwältigenden Bilderbuch-Aussicht auf Kulmbach, die Plassenburg und die waldreiche Umgebung zum Verweilen ein. Mit der sich ändernden, aber immer schönen Aussicht laufen wir durch den Weiler Höfstätten. Sein Ursprung geht wohl bis auf das Jahr 1000 zurück; nach dem Brand 1630 war der Ort zeitweilig verlassen und vergessen.   Wir überqueren die Straße, wandern weiter auf einem Feldweg durch eine harmonisch gestaltete Landschaft, am Haidhügel vorbei, dann bald an einer Baumgruppe nach rechts über einen Wiesengrund und weiter abwärts über den Mühlbach in den 1360 erstmals urkundlich erwähnten, sicherlich aber weit älteren Kulmbacher Ortsteil Metzdorf.   In Metzdorf überqueren wir die B 85 an der Fußgängerampel und gehen geradeaus weiter. Immer rechts haltend gelangen wir in den Dobrachweg und folgen diesem bis linkerhand der Fliederweg einmündet. An dieser Kreuzung halten wir uns rechts und laufen bald parallel zur Bundesstraße. Diese queren wir erneut um entlang einer Wiese weiter in Richtung Stadtmitte zu laufen. Über Burghaiger Straße und Saalfelder Straße erreichen wir schließlich die Priemershofer Mainbrücke, wo diese Etappe des FrankenwaldSteiges endet. Der einst große, bedeutende Priemershof (1338 erstmals erwähnt) ist als eigenständiger Ortsteil nicht mehr zu erkennen. Von hier aus kann man das Zentrum der „heimlichen Hauptstadt des Bieres“ erreichen und von dort aus die 1135 erstmals erwähnte Plassenburg (von 1397 bis 1604 Verwaltungszentrale des Fürstentums Kulmbach-Bayreuth) mit dem prächtigsten Renaissance-Burghof jenseits der Alpen, dem „Schönen Hof“, dem Deutschen Zinnfigurenmuseum, dem Armeemuseum Friedrich der Große, dem Museum Hohenzollern in Franken und dem Landschaftsmuseum Obermain. Auch Reste der Befestigungsanlage und städtebauliche Kleinode in der Kulmbacher Altstadt, zum Beispiel das Historische Badehaus, laden in der Stadt zum Besuch ein.   Etappe 7: Kulmbach – Stadtsteinach     17 km    467 Hm   Kulmbach – Oberpurbach – Baumgarten - Stadtsteinach   Rückblickend Neues erleben, bereits Geschafftes bewundern und neue Horizonte erfahren. Die Kulmbacher Altstadt und die Plassenburg laden Sie zum Verweilen und Schlendern ein. Der Blick von oben auf die Stadt: Loslassen, Ballast abwerfen, den Blick schweifen lassen.   An der Priemershofer Mainbrücke in Kulmbach beginnt die siebte Etappe des FrankenwaldSteiges. Wir laufen entlang der Flutmulde des Weißen Mains in Richtung Osten. Am Pörbitscher Weg gehen wir über die Brücke und unter der B 289 hindurch um nach weiteren 200 m auch die Bahntrasse zu queren. Wenn der Pörbitscher Weg in die Fischergasse einmündet, folgen wir dieser nach links um nach knapp 100 m rechts ins Gutmannsgäßchen abzubiegen. Dieses mündet in die Obere Buchgasse, welche wiederum bald auf den Festungsweg trifft. Wir folgen diesem bergan, erreichen das Tor der Plassenburg und durchqueren die Burg in östlicher Richtung. Hinter der Plassenburg zweigt unser Weg nach links ab und verläuft gemeinsam mit dem FrankenwaldSteigla „Ebersbacher Weg“ längere Zeit am Hang talwärts, bis wir auf das Buchhaus treffen, einer ehemaligen Einzel im Rande des Maintals. Beim Buchhaus folgen wir einen schmalen Pfad, welcher uns zu einem Steg führt. Hier überqueren wir den Weißen Main und laufen auf die B 289 zu. Am Fahrradweg angelangt folgen wir diesem nach links. Nach ca. 700 m kommen wir an eine Wegkreuzung neben der Bahnlinie. Wir überqueren die Schienen und gehen weiter geradeaus um den Ortsteil Aichig zu erreichen. Hier treffen wir erstmals auf den Baumgartener Weg (KU 43). Aichig durchlaufen wir bergauf, verabschieden uns fürs Erste vom KU 43 und verlassen den Ort über einen von Bäumen gesäumten Weg nach Norden. Wieder abwärts laufend folgen wir unserem Weg bis zum Grundhaus. Dort überqueren wir den Kesselbach um am anderen Hang wieder hoch nach Eggenreuth zu wandern. Auf der Straße gehen wir nach rechts um bei der nächsten Gelegenheit gleich wieder links abzubiegen. Der befestigte Wirtschaftsweg führt in Richtung Westen und bald treffen wir auf einen Querweg, welchem wir kurz nach links folgen, aber nach wenigen Metern bereits wieder nach rechts abbiegen. Entlang des Waldrandes nähern wir uns Oberpurbach. Dort treffen wir wieder auf den Baumgartener Weg (KU  43). Wir gehen am Ende des Ortes nach rechts und verlassen die Straße rechterhand einer großen Scheune. Im Wald angelangt gehen wir weiter bergauf und erreichen schließlich den Parkplatz am Kulmbacher Flugplatz. Wir umgehen den Flugplatz auf der östlichen Seite und setzen unseren Weg in Richtung Norden fort um nach Neufang zu gelangen. Es bietet sich uns ein schöner Blick auf die Fränkische Linie und den Frankenwald. Die Einzel Neufang ist heute ein großer Reiterhof, den wir in östliche Richtung über die Zufahrtsstraße verlassen um 350 m nach Ortsende halblinks in einen Feldweg einzubiegen. Bald treffen wir wieder auf ein Sträßchen, dem wir nach links folgen. Die Ortschaft Baumgarten liegt bereits vor uns, aber nach dem ersten Haus gehen wir halbrechts und umrunden den Ort, während uns der KU 43 verlässt. Nach Baumgarten laufen wir weiter Richtung Norden. Bis zum Ende der Etappe begleitet uns nun der Heckenweg (blaue Diagonale). Dessen Name kommt nicht von ungefähr. Durch die Heckenlandschaft auf dem Muschelkalk gehen wir in nördliche Richtung, treffen bald auch auf den Bergfeld-Weg (KU 32) und halten uns von nun an in östliche Richtung. Das Bergfeld zwischen Baumgarten und Stadtsteinach bietet mit seinen zahlreichen Hecken Vögeln und anderen Feldbewohnern willkommene Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten. Mit besten Blicken auf den Frankenwald und die Fränkische Linie begeben wir uns talabwärts durch den Münchsgrund nach Stadtsteinach. Wir folgen im Ort dem Lehentaler Weg bis wir auf die Knollenstraße treffen, welcher wir solange nach rechts folgen bis wir an die B 303 (Kulmbacher Straße) gelangen. Bergauf gehen wir dieser entlang und erreichen bald den Marktplatz, unser Etappenziel.     Etappe 8: Stadtsteinach – Wirsberg       17 km                   161 Hm   Stadtsteinach – Untersteinach – Neuenmarkt - Wirsberg   Das sanfte Plätschern eines Baches hören, Natur und Tiere in der natürlichen Umgebung beobachten. Auf der Schiefen Ebene können Wir dampfende Stahlrösser sehen. Moderne Technik trifft auf natürliche Stille.   Am Marktplatz von Stadtsteinach beginnen wir die achte Etappe des Frankenwaldsteiges. Wir verlassen den Marktplatz im Südosten und gehen die „Staffel“ hinunter. Bald queren wir den Mühlbach und laufen nach rechts, um über Wehrstraße und Kirchplatz zur Bahnhofstraße zu gelangen. Dieser folgen wir nur ein paar Meter und biegen danach sofort halbrechts ab, um am Wurfzentrum und einer Schrebergartenanlage vorbei eine Kreuzung vor den Bahngleisen zu erreichen. Hier biegen wir rechts ab und folgen der Bahnstrecke bis wir an die Straße kommen und laufen erst rechts und sofort wieder links weiter. Bald führt unser Weg entlang der Unteren Steinach durch eine wunderschöne Auenlandschaft flussabwärts bis nach Gut Hummendorf im gleichnamigen Weiler. Das ehemalige Gut ist im Besitz der Herren von Guttenberg. Weiterhin begleiten uns die urwüchsigen, mit Bäumen, Hecken und Sträuchern bestandenen Ufer der Steinach. An der Zufahrt zum Gut treffen wir auf den Wanderweg „Fränksche Linie“ (FL). Mit ihm biegen wir nach rechts ab und bleiben weiterhin in der Hummendorfer Au parallel zur alten B 303 bis wir Untersteinach erreichen. Wir gehen neben der Stadtsteinacher Straße, bis wir den Liesbach queren. Danach biegen wir rechts ab um bald auch die Steinach zu queren. Nach dem Sportplatz treffen wir bald auf eine Kreuzung an welcher wir nach links abbiegen um erneut an das andere Ufer der des Gewässers zu gelangen. Sofort verlassen wir die Straße nach links, queren wenig später die Hauptstraße und gelangen schließlich an den Bahnhof. Nach dem Überqueren der Bahngleise umrunden wir das Bahngelände und folgen den Gleisen in östliche Richtung bis wir unter der neuen Umgehungsstraße hindurch gehen. Danach laufen wir nach rechts, queren einen weiteren Fluss, diesmal die Schorgast, und begeben uns flussabwärts durch die Tallandschaft. Vorbei an der Drahtmühle erreichen wir schließlich Lettenhof. Für 100 m folgen wir der Straße nach links und gehen dann, gesäumt von Wiesen, Sträuchern und Baumgruppen für die nächsten 3,5 km immer geradeaus bis wir Neuenmarkt erreichen. Neuenmarkt beheimatet das Deutsche Dampflokomotiv-Museum (DDM), welches unweit unseres Wanderweges liegt. Zuerst folgen wir der Steigengasse um an deren Ende rechts in den Schrenkweg einzubiegen und diesem bis zur Hauptstraße zu folgen, mit welcher wir die Bahngleise queren. Wenn wir hier nach links blicken erkennen wir das DDM. Die neugestaltete Ausstellung und das historische Umfeld des ehemaligen Bahnbetriebswerks geben einen eindrucksvollen Einblick in die deutsche Eisenbahngeschichte. Der Weg führt weiter nach rechts und biegt in die Laubengasse ein, welcher wir bis zum Ortsausgang folgen. Wir treffen bald wieder auf eine Bahnstrecke - diesmal eine besondere. Der Streckenabschnitt hier ist unter Eisenbahnfreunden als die „Schiefe Ebene“ bekannt. Dieses besondere Teilstück zu erbauen war eine technische Meisterleistung der damaligen Zeit. Es handelt sich eisenbahngeschichtlich um ein sehr frühes Bauvorhaben. Die „Schiefe Ebene“ wurde zwischen 1844 und 1848 errichtet und am 1. November 1848 eröffnet, sie war die erste Eisenbahnsteilstrecke Deutschlands. Nach der Querung der B 303 verlassen wir die Bahntrasse und biegen nach links ab. Gemeinsam mit dem Nortwaldweg (blaues „N“) begeben wir uns auf den Luftkurort Wirsberg zu. Über Laubenweg und Sessenreuther Straße gelangen wir zum Marktplatz und beenden dort diese Etappe des FrankenwaldSteiges. Direkt am Marktplatz befindet sich Hermann´s Posthotel, das Hotel mit Restaurant von Sterne- und Fersehkoch Alexander Hermann. Oberhalb des Marktplatzes ist das erste Kaiserdenkmal Bayerns zu erkennen, das über das FrankenwaldSteigla „Goldener-Falk-Weg“ zu erreichen ist und eine wunderbare Aussicht über Wirsberg bietet.     Etappe 9: Wirsberg – Hermes   11 km                                   350 Hm   Wirsberg – Neufang – Kupferberg - Hermes   Die historischen Denkmäler um Wirsberg erinnern an vergangene und bewegte Zeiten, als es in Deutschland noch einen Kaiser gab. Über weite Horizonte lassen wir die Blicke schweifen, atmen durch und können althergebrachte Traditionen neu genießen.   Am Marktplatz in Wirsberg beginnen wir die neunte Etappe des FrankenwaldSteiges und begeben uns, vorbei am Posthotel des Sternekochs Alexander Herrmann, über die Schorgastbrücke. Gemeinsam mit dem Nortwaldweg (blaues „N“) laufen wir in nördliche Richtung über die „Insel“ in die Kulmbacher Straße. Wenn diese links abbiegt gehen wir geradeaus zwischen den Häusern hindurch und erst dann nach links. Gleich darauf begeben wir uns auf einen kleinen Steig. Dieser führt stetig nach oben bis wir eine Wiese erreichen. Auf der Höge angelangt treffen wir auf das FrankenwaldSteigla „Goldener-Falk-Weg“. Dort halten wir uns an den Waldrand und biegen letztlich nach etwa 700 m nach links ab über die Wiesen. Bald erreichen wir die Ruine der Heilingskirche, einer wahrscheinlich im 13./14.Jahrhundert entstandenen Wallfahrtskirche zu den drei Hl. Marien. Die Frontseite hat die Jahrhunderte überdauert. Von der Heilingskirche aus erkennen wir bereits das Dorf Neufang. Über einen Feldweg erreichen wir die Zufahrtsstraße und folgen dieser in den Ort hinein. 400 m nach dem Ortseingang führen FrankenwaldSteig und Nortwaldweg nach links auf einen Feldweg, welchem wir bis in den Wald hinein folgen. Hier geht es weiter bergab bis wir den Wald nördlich von Unterbirkenhof verlassen und uns nach links wenden. Entlang des kleinen Sträßchens wandern wir über die Felder und erreichen die Straße nach Kupferberg, welcher wir bis zum Besucherbergwerk St.-Veits-Zeche folgen.   Der FrankenwaldSteig biegt oberhalb des Museums gemeinsam mit dem zertifizierten Wanderweg „Fränkisches Steinreich“ nach rechts ab und folgt dem Schotterweg am östlichen Rand der Bergbaugemeinde. Nach etwa 500 m queren wir bei der Hl.-Sebastiani-Kapelle die Straße und bleiben am Ortsrand auf einem naturbelassenen Weg. Dieser führt zum Galgenberg, welche neben einer schönen Aussicht von der kleinen Kanzel aus auch einen echten Galgen zu bieten hat. Weiter über Wiesen und Felder immer Richtung Norden kommen wir zur B 289, welche wir vorsichtig queren und aus Sicherheitsgründen gegenüber durch die Feldwege und am Sendemast vorbei gehen um nach etwa 300 m wieder an die Bundesstraße zu gelangen. Diese ist hier aber nicht mehr relevant - unsere Tour führt auf einen Forstweg halblinks in den Wald hinein. Für ca. 1 km gehen wir geradeaus und gelangen an eine Kreuzung im Wald, an welcher wir rechts abbiegen. Der kurze Anstieg wird belohnt: Am 590 m hohen Peterleinstein (Peterlesstein) erwartet uns eine besondere Vegetation. Der Berg ist darüber hinaus magnetisch und aus dem dort anstehenden Serpentinit wurden früher kleine Steinkügelchen (fränkisch: „Patterla“) für Rosenkränze hergestellt. Auch der Abstieg führt entlang eines kleinen Steiges und nach etwa 500 m erreichen wir wieder die B 289, welcher wir diesmal bis zur Parkbucht folgen um sie an deren Ende gegenüber des Spiegelteiches zu queren. Am liebevoll gestalteten Spiegelteich befinden sich viele Informationstafeln zu Wald, Tieren und Geologie des Frankenwaldes. Nach der Straßenquerung geht es ein letztes Mal bergauf und bald gelangen wir an die Wiesen und Felder der Hermeser Höhe. Der FrankenwaldSteig führt nach Süden und bald haben wir Hermes, den Endpunkt der neunten Etappe erreicht. Im Landgasthof Haueis bietet sich sowohl die Möglichkeit einer Stärkung mit regionaler fränkischer Küche, als auch Übernachtungsmöglichkeiten für diejenigen, die sich am nächsten Tag auf die zehnte Etappe begeben wollen.     Etappe 10: Hermes – Presseck 25 km                                   665 Hm   Hermes – Marienweiher – Marktleugast – Neuensorg – Steinachklamm – Presseck   Weicher Waldboden, alte Ruinen, historische Gotteshäuser und gewaltige Natur. Durch die Stille des Waldes nehmen wir neue Eindrücke auf, in der Wallfahrtsbasilika kommen wir zur Ruhe, und in der mächtigen Steinachklamm spüren wir die Kraft der Natur.   Wir starten die zehnte Etappe am Landgasthof Haueis in Hermes. Der kleine Weiler liegt inmitten einer Rodungsinsel zwischen dem Schallerbach und dem Kleinen Koserbach, welcher uns am Anfang unserer Wanderung ein Stück begleitet. Wir verlassen den Ort gemeinsam mit dem zertifizierten Wanderwegen „Fränkisches Steinreich“ und dem FrankenwaldSteigla „Achatzmühlenweg". bergab in südliche Richtung. An der ersten Baumgruppe biegen wir links ab und laufen über einen Wiesenweg bis wir an der ehemaligen Achatzmühle ankommen. Sie wurde 1922 neben der 1602/03 von Georg Wolf von Guttenberg gegründeten Achatzmühle erbaut, welche leer stand und bis heute letztlich verfiel.   An der Achatzmühle halten wir uns links und gehen das Tal des Kleinen Koserbaches talaufwärts. Nach einem gemächlichen Aufstieg durch ein kleines Seitental verlassen wir den Wald und kommen bald an das Schwedenkreuz. Der Legende nach ruhen unter dem Kreuz von Bauern erschlagene Schweden. Doch wahrscheinlicher ist, dass es sich um ein Sühnekreuz handelt, das noch vor 1500 zum Seelenheil eines Ermordeten aufgestellt wurde. Nachdem wir ein kleines Wäldchen passiert haben, heißt uns Marienweiher willkommen. Der Wallfahrtsort ist einer der ältesten Marienwallfahrtsorte in Bayern. Nach einer Legende übernachtete ein Fuhrmann im Wirtshaus am Weiher, als Räuber den Gasthof überfielen. Sein Hilferuf in großer Not an die Muttergottes wurde erhört. Aus Dankbarkeit ließ er eine Marienfigur in die Kapelle stellen, die immer mehr Pilger aufsuchten. Das setzte sich mehr und mehr fort und die Ansiedlung wurde zum Wallfahrtsort.   Vom zentralen Parkplatz aus begeben wir uns in Richtung der Basilika. Dieser sollten wir auf jeden Fall einen Besuch abstatten. Der barocke Innenraum bietet wunderschöne Gemälde und vor allem den eindrucksvollen Altar mit Gnadenbild. 1993 erhielt sie von Papst Johannes Paul II. den Ehrentitel „basilica minor“ - Päpstliche Basilika. Unser Weg führt hinter der Basilika vorbei und danach leicht talabwärts bis wir den Zechteich erreichen, an welchem wir nach links abbiegen. Hinter dem Teich teilen sich FrankenwaldSteig und Fränkisches Steinreich. Letzterer führt rechts über den Bach, wir gehen einen grasbewachsenen Steig bergauf und erreichen eine Kreuzung am Waldrand. Hier biegen wir rechts ab und gehen für die nächsten 1,3 km geradeaus bis wir an der Kosermühle auf die Straße treffen. Von nun an begleitet uns der Brunnenweg (KU 72) ein Stück auf unserer Wanderung. Der Straße folgen wir kurz nach links, um gleich wieder rechts in einen Feldweg abzubiegen. Das kleine Wäldchen umgehen wir auf der rechten Seite und gelangen über einen naturbelassenen Weg an eine Wiese, die wir queren. Kurze Zeit später erreichen wir die B 289, folgen dieser für 100m und biegen danach am Waldrand links ab. An der nächsten Kreuzung halten wir uns stramm nach links und erreichen auf der „Scheibe“ wieder das offene Land. Über Wiesen und Felder kommen wir bald nach Marktleugast in die Webergasse. Dieser folgen wir bis zur Helmbrechtser Straße, welche wir queren. Den Lehenweg verlassen wir an dessen Ende nach links und erkennen vor uns die Dreifachsporthalle. Vor der Halle gehen wir nach rechts und folgen dem Wiesenweg nach Neuensorg. Das 1502 erstmals erwähnte Straßendorf war in seiner Vergangenheit durch den nahen Herrenteich politisch in zwei Hälften geteilt, in eine guttenbergische und eine bischöfliche. Jeder Teil hatte sein Wirtshaus, seine Mahlmühle und durfte nicht mehr als 8 Hofstätten haben. Gegenüber des Herrenteiches führt unser Weg über Wiesen aus dem Ort hinaus.   Wir laufen am Waldrand nahe der schönen Tallandschaft des Kleinen Rehbaches und mit dem Blick auf die Häuser von Vorder-, Mittel- und Hinterrehberg auf naturnahen Wegen leicht abwärts. Der Lauf des Kleinen Rehbaches begleitet uns auch, wenn wir im Wald bergab bis zu dem aus Weidmes kommenden Wanderweg gehen. Durch den Wald abwärts wandernd ist es nicht mehr weit zu dem Holzsteg, auf dem wir den Kleinen Rehbach zu einem Forstweg hin überqueren. Nun sind es nur noch etwa 500 Meter bis zum Mühlenweg (grünes Mühlrad) und zur Kleinrehmühle. Die ehemalige Mahlmühle bietet heute eine urige Einkehrmöglichkeit und hat regionale Spezialitäten wie Brotzeiten, Fischgerichte mit Forellen aus eigener Zucht und selbstgebackenen Kuchen im Angebot. Unter den Einheimischen ist die Kleinrehmühle auch als „Käismühl“ (Käsemühle) bekannt. Wir laufen hier links um im Rehbachtal zum Guttenberger Hammer und weiter talabwärts zur Hübnersmühle zu gelangen. Die Talstraße wechselt kurze Zeit später von einem Schotterweg zu Asphalt. Wenn uns der Mühlenweg nach rechts in das Tal des Schlackenmühlbaches verlässt, sind es nur noch wenige Meter bis zur Neumühle. Wir durchqueren den Hof und die folgende Brücke, um beim kleinen Häuschen nach rechts abzubiegen und dem Bach weiterhin talwärts zu folgen. Aus dem Großen Rehbach ist seit dem Zusammenfluss mit dem Schlackenmühlbach die Untere Steinach geworden. Nicht nur für Geologen interessant ist das nächste Ziel unserer Wanderung. Die Steinachklamm ist ein Riegel aus besonders hartem Quarzkeratophyr, welcher dem Bach nur einen schmalen Durchgang bietet. Alten Sagen nach, hätte der nordische Gott Thor einst die Steinach aus dieser Umklammerung befreit indem er seinen Hammer gegen die Felswand schleuderte. Über die Felsen der Klamm gelangen wir auf die Talsohle und gehen nach der Brücke links. Am Wegesrand beim Waffenhammer grüßt uns schelmisch eine Bronzefigur. Der Eulenspiegel wurde vom ehemaligen Besitzer entworfen und errichtet. Wir bleiben auf der kaum befahrenen Straße im Tal und biegen an der nächsten Kreuzung nach rechts in Richtung Wildenstein ab. Die einstige Resistenz derer von Grün thronte hier über der Steinachklamm. Heute ist diese verschwunden und der kleine Ort Wildenstein liegt verschlafen oberhalb des Tales. Wir gehen an der zentralen Kreuzung nach links und halten uns nach etwa 70 m rechts in nördliche Richtung. Ohne erneut abzubiegen verlassen wir den Ort und gehen über einen schmalen Weg bergauf. Entlang einer Weihnachtsbaumplantage und weiter über die Bergwiesen laufen wir immer weiter den Berg hoch. Regelmäßig lohnt sich ein Blick nach hinten, der Aufstieg zum Tannenknock bietet stets schöne Blicke in das Steinachtal. Oben auf der Höhe treffen wir wieder einmal auf den Qualitätsweg „Fränkisches Steinreich“. Dieser begleitet uns bis zum Ende unserer Etappe und darüber hinaus. Über den Höhenrücken von Tannenknock und Galgenberg laufen wir in nördliche Richtung und begeben uns etwa 400 m nach dem letzten Wegweiser wieder in den Wald. Der Forstweg führt uns schließlich an die Rodungfläche des kleinen Ortes Premeusel. An der Straße halten wir uns links und biegen bald zwei Mal rechts ab, um am Ortsrand wieder bergab in den Lautengrund zu gelangen. Diesem stets talaufwärts folgend, liegen auf den letzten 3,5 km fast 200 Höhenmeter vor uns. Wirklich steil wird es dabei nicht, dennoch geht es stetig bergan. An der Straße nach Trottenreuth angelangt queren wir diese und laufen auf den einzelnstehenden Bauernhof zu. Wir gehen auf der rechten Seite daran vorbei und biegen gleich danach in nordwestliche Richtung links ab. Von nun aus gehen wir durchgängig geradeaus, treffen im Wald auf das FrankenwaldSteigla „Dreierknock“ und folgen diesem bis zum Aussichtsturm am Pressecker Knock. Die sechseckige Holzkonstruktion mit Außenpfeilern ist das Wahrzeichen von Presseck. Er wird von der Ortsgruppe Presseck des Frankenwaldvereins betreut. Am Sportgelände vorbei und hinter dem Parkplatz entlang gehen wir auf der Knockstraße weiter ortseinwärts, treffen schließlich auf die Hauptstraße, folgen dieser nach links und gelangen an den Marktplatz. Hier endet unsere Etappe und in einer der beiden Wirtschaften im Ort können wir bei einer Einkehr die Wanderung Revue passieren lassen.     Etappe 11: Presseck – Culmitz  29 km                                   833 Hm   Presseck – Köstenberg – Elbersreuth – Bischofsmühle – Döbraberg – Culmitz   Höhen und Tiefen, Gipfel und Täler, dichte Wälder und überraschende Ausblicke. Lauschen wir den Stimmen des Waldes und spüren den Wind auf der Haut. Wir entdecken die Spuren der Flößerei, die überall zu finden sind im Frankenwald.   Die elfte Etappe des FrankenwaldSteiges startet am Marktplatz in Presseck. Hinter dem kleinen Park und der Kirche vorbei laufen wir zunächst durch die gut markierten Gässchen bergab um an einem kleinen Anstieg den Ort zu verlassen. Über die Feldwege gehen wir in nördliche Richtung und halten uns immer am Waldrand entlang. So laufen wir die ersten 1, 5 km über die Pressecker Höhe, ehe wir in das Tal hinab steigen. Über den Rabengrund erreichen wir das Köstenbachtal. Noch bevor wir die Talstraße erreichen, biegen wir nach rechts ab und laufen parallel zum Talgrund bis in ein kleines Seitentälchen. Das Tal des Flemersbachs beherbergt eine kleine Geologische Sensation. Klein deshalb, weil die Archaeocyathen nur wenige Millimeter groß sind. Eine Sensation deshalb, weil es sich um die ältesten Versteinerungen Bayerns, vielleicht sogar Deutschlands, handelt. Eine Schautafel macht die kleinen, ca. 520 Millionen Jahre alten Lebewesen erkennbar und erklärt die Entstehung dieser geologischen Besonderheit. Nachdem wir am Geotop den Bach gequert haben gehen wir weiter bergauf und gelangen nach Köstenberg. An einem Buchenhain eröffnet sich ein weiter Blick über die Höhen des Frankenwaldes, Liegebank und Sitzgruppe laden hier zum Verweilen ein.   Der Wanderweg führt nach rechts in die Ortschaft hinein. Ab der Gaststätte Frankenwald bleiben wir noch etwa 150 m auf der Straße und passen auf, dass wir den Abzweig links nicht übersehen. Zwischen den Häusern hindurch laufen wir auf einen Wiesenweg in den Wald hinein. Wenn wir wieder auf Offenland treffen biegen wir nach rechts ab und kommen nach Köstenhof. Zwischen ehemaliger Gaststätte und dem Gnadenhof für Pferde gehen wir bergab und gelangen bald wieder zu einer geologischen Sehenswürdigkeit. Am Steinbruch unterhalb des Ortes wurde ein Flaserkalk abgebaut, welcher als „Wallenfelser Marmor“ weltweit verwendet wurde. Heute ist der Steinbruch ein Rückzugsort für seltene Tier- und Pflanzenarten. Aus geowissenschaftlicher Sicht gilt er als „äußerst wertvoll“. Unser Weg führt unterhalb des Steinbruches an der Kreuzung wieder aufwärts in östliche Richtung und zur Elbersreuther Höhe. Wenn wir auf die kleine Wiese an der Straße nach Köstenberg treffen, halten wir uns nach links und gehen wieder in den Wald hinein. Bald biegt der Weg rechts in einen kleinen Pfad ein, welcher nach einer Weihnachtsbaumkultur und schönem Blick auf den Döbraberg rechts abbiegt und über die Wiesen nach Elbersreuth hinein führt. Hier bietet sich eine Einkehr an und nach einer kleinen Stärkung verlassen wir den Ort über eine geteerte Straße in Richtung Wustuben. Nach den letzten Häusern führt der Weg in ein kleines Wäldchen hinein um kurz darauf einen wunderschönen Ausblick auf das Rodachtal und den Döbraberg zu eröffnen. Eine Sitzgruppe mit Panoramatafel rechts des Weges hilft, sich zu orientieren. Über den Feldweg laufen wir abwärts und gelangen an ein abgelegenes und uriges Frankenwaldhaus, das zusammen mit einem weiteren, etwas versteckten und verfallenen Haus die Unteren Wustuben bildet. Hinter diesem biegen wir nach rechts ab auf einen kleinen Steig. Dem naturbelassenen Weg folgen wir für 700 m bis wir zur Straße gelangen, welche wir überqueren. Auf dem Forstweg gehen wir nach links und folgen dem Fahrweg nun für längere Zeit. Direkt an der Wegekreuzung steht eine Hinweistafel zum hier wachsenden „Plusbaum“. Es handelt sich um eine Douglasie, die durch ihren besonders schönen geraden Wuchs auffällt und deshalb als Samenbaum verwendet wird.   In Taleinschnitt des Wilden Rodachbaches queren wir den Bach und folgen ihm talaufwärts. Nach nahezu einem Kilometer erhebt sich der Fuß des Siebenfreund-Felsens zu unserer Linken. Kurz darauf biegen wir nach links ab und kommen schon bald zu dessen kleinem Plateau. Hier lässt sich Rast machen und die natürliche Stille des kleinen Tales genießen. Der Wanderweg führt immer weiter nach oben. Dem nächsten Forstweg folgen wir nach rechts bis zum Scheitel auf der Höhe. Dort führt ein 300 m langer Abstecher zum Bärenplatz auf dem westlichen, 717 m hohen Gipfel des doppelköpfigen Rodachsrangen. Es ist der höchste Punkt im Landkreis Kulmbach, die Sitzgruppe an der hölzernen Bärenskulptur lädt zu einer kleinen Rast ein.   Unser Weg umrundet den Bärenrangen auf der Nordseite und kurz nach der nächsten Kreuzung verlassen wir den Wald um über den Wiesenweg nach Unterbrumberg zu gelangen. Im Gasthof Brax bietet sich nach dem langen Anstieg eine Erfrischung an. Wir biegen im Ort zwei Mal nach links ab und begeben uns vor der Kapelle auf einen Feldweg. Nach 100 m halten wir uns links, treten in den Wald hinein und gehen bald schon wieder nach rechts wenn uns der Rodachrangenweg (DÖ 38) verlässt. Nun geht es stetig bergab bis wir das Tal der Wilden Rodach erreichen. Während wir auf der linken Seite bereits den Floßteich sehen führt unser Weg nach rechts zur Bischofsmühle. Hier besteht die Möglichkeit sich zu stärken, denn bald schon wartet ein steiler Anstieg mit 166 Stufen hoch zur ehemaligen Burg Radeck auf der Hochfläche des Ortes Rodeck. In der Wanderkarte findet sich der Eintrag „Burgstall“. Der Begriff bedeutet zunächst so viel wie „verfallene Burganlage”. Doch beim Besuch sollte man nicht enttäuscht sein. Außer dem Text der Informationstafel und dem Burggraben erinnert dort nichts besonders Auffallendes an eine Burg. Groß kann es auch nicht gewesen sein, das vormalige Castrum Radekke, dem die steil abfallenden Talhänge natürlichen Schutz boten. Die ungeschützte Seite des Kernhügels wurde durch einen 8 m breiten und 6 m tiefen Halsgraben gesichert. Im Jahr 1545 wurde die Burg von Bauern geschliffen.   Wir folgen der Straße bis diese oberhalb einer Wiese nach rechts abzweigt. Hier können wir als Variante nach Rodeck hinein laufen und im Gasthaus Hüttner einkehren. Hinter dem Gasthaus führt ein nicht markierter Weg wieder zum FrankenwaldSteig. Der eigentliche Weg verlässt aber an der Kreuzung die Straße und führt geradeaus in den Wald hinein, welchen wir kurze Zeit später oberhalb des Weilers Hohenzorn wieder verlassen. Auf der Zufahrtsstraße nach rechts gewandt biegen wir nach ca. 300m wieder links ab auf einen schmalen Pfad am Waldrand. Dieser führt uns zur Sitzgruppe „Alfreds Ruh´“. Hier sollte man sich den Blick zurück in den westlichen Frankenwald gönnen. Nachdem wir die Rodecker Straße überquert haben, biegen wir am Waldrand nach links in den Wald ein. Schmale, naturbelassene Steige verlaufen nun parallel zur Straße und wir erreichen im Folgenden mehrere Aussichtspunkte mit Ausblicken in alle Himmelsrichtungen. Zuerst eröffnet sich am Lerchenhügel an einer überdachten Sitzgruppe der Blick ins Fichtelgebirge. Wenig später erreichen wir am Sportplatz von Döbra die Schutzhütte des FWV. Von hier blicken wir über das Hofer Land hinweg bis zum Erzgebirge. Nachdem wir den Parkplatz jenseits der Straße überquert haben liegt der Döbraberg direkt vor uns. Diesen erreichen wir indem wir dem Schotterweg folgen und etwa 600 m nach dem Waldeintritt einen schmalen Pfad nutzen, dem wir bis zum Gipfel folgen. Auf dem 794 m hohen Döbraberg erwartet uns der Prinz-Luitpold-Turm. Der 18 m hohe Aussichtsturm des FWV wurde im Jahr 1902 errichtet und bietet nahezu einen Rundumblick über den Frankenwald. Das Plateau des Döbrabergs verlassen wir in nördliche Richtung und steigen über schmale Pfade durch den Wald hinab. An einer Wiese treffen wir auf eine Sitzgruppe und haben noch einmal einen schönen Blick nach Schwarzenbach amWald und Kleindöbra. Letzteres erreichen wir nach kurzer Zeit. Wir überqueren die Hauptstraße, gehen nach links und bald wieder nach rechts und erreichen den Culmitzgrund, welchem wir talabwärts folgen. Das reich strukturierte Tal bietet viel Abwechslung zwischen Wäldchen, Wiesen und Teichen bis wir etwa 300 m vor der Ortschaft Culmitz auf die Zufahrtsstraße treffen. Dieser folgen wir nach rechts. In Culmitz bietet sich am Ende unserer Etappe eine Einkehr im Landgasthof „Zur Mühle“ an.     Etappe 12: Culmitz – Issigau                      21 km                                   429 Hm   Culmitz – Naila – Marxgrün – Eichenstein – Issigau   Mit dem Teufel durch die Hölle ans Ziel. Genießen wir das urige Selbitztal, und erkunden faszinierende Felsformationen auf dem Weg durch das Höllental. Die Kraft der Natur wird hier vom Menschen gezähmt und genutzt.   Die zwölfte Etappe des FrankenwaldSteiges beginnt in Culmitz am Landgasthof „Zur Mühle“. Wir wandern die Dorfstraße entlang und verlassen diese kurz vor der Einmündung in die B 173 nach rechts auf einem Wiesenweg. Dieser führt nach Culmitzhammer. Hinter dem Hotel Gutshof Culmitzhammer verlassen wir die Straße auf einem Wiesenweg nach links, durchqueren ein kleines Wäldchen und gelangen schließlich zu einem geschotterten Weg, welchem wir nach rechts folgen. Wir blicken über Naila und das Selbitztal und laufen stets geradeaus bis nach Schottenhammer. Die großen Anwesen verdeutlichen, dass sich hier eine landwirtschaftliche Nutzung auch heute noch lohnt, während viele kleine Betriebe im Frankenwald nicht mehr bewirtschaftet werden. Wir durchqueren den Ort indem wir zuerst links der Straße folgen und in einer scharfen Kurve nach rechts abbiegen. Mit dem Culmitzbach bewegen wir uns in Richtung Naila und queren die Bundesstraße an einer Unterführung. Über die Felder führt unser Weg nach Naila. Wir tangieren die ehemalige Kreisstadt aber nur indem wir mit dem Radweg zuerst stadteinwärts laufen und dann bei der Spedition Bischoff links abbiegen. Von hier aus wäre es entlang der Kronacher Straße noch ca. ein Kilometer bis zur Stadtmitte von Naila. Hinter der Spedition führt unser Weg nach links und wir bleiben auf dem Schotterweg bis wir nach 1,2 km Erbsbühl erreichen. Auf dieser Strecke bieten sich wohl die schönsten Ausblicke auf Naila und Selbitz. Ab Erbsbühl folgen wir zunächst der geschotterten Ortsverbindungsstraße. Diese verlassen wir aber nach wenigen hundert Metern, denn der kleine parallel verlaufende und naturbelassene Steig lässt sich angenehmer gehen. Er trifft später wieder auf den Schotterweg und wir folgen diesem bis zum Wildgehege in Pechreuth. Dort biegen wir nach rechts in den Wald ein und bald wieder nach links um an einer Teichanlage den Froschbach zu überqueren. Unser Weg führt durch einen Fichtenwald bergauf. Wir treten nach etwa 100 m aus dem Wald heraus und gehen am Waldrand entlang bis nach Christusgrün. Den kleinen Ort durchqueren wir ohne abzubiegen und folgen, zuerst über die Wiesen, später im Wald, dem Froschbachtal. An der Kreuzung im Tal queren wir den Bach und gehen danach nach links. Erneut biegen wir nach 500 m links ab und verlassen den Schotterweg. Nachdem wir eine Wiese und die folgende Kreuzung überquert haben bleiben wir auf dem Weg bis wir den Wald verlassen. Dort gehen wir nach rechts und am Waldrand entlang. Wir erreichen Marxgrün von Westen her. Hinter der ersten Kreuzung sehen wir bereits die Bahnunterführung welche uns die Richtung zeigt. An der Durchfahrtsstraße angekommen biegen wir links ab und in der Kurve gleich wieder rechts in die Lichtenberger Straße. Vor der Imbissbude führt unser Weg nach rechts in den Mühlenweg, welchen wir nach der Querung der Selbitz nach rechts verlassen und dem Schotterweg hoch zur Kirche folgen. Etwa 150 m nach der Kirche biegt der FrankenwaldSteig nach links ab. Er führt durch das Wohngebiet und geradeaus weiter über einen Feldweg. Wenn der Marxgrüner Panoramaweg (US 46) nach rechts abzweigt, halten wir uns links um nach 200 m vor der Modelsmühle an einer Streuobstwiese rechts abzubiegen. Ein schmaler Pfad führt uns weiter in nördliche Richtung und linkerhand erkennen wir die Selbitz schon bevor wir auf die ersten Häuser im Birkenweg treffen. Diesem folgen wir weiter bis zur Humboldtstraße. Der „Hauptstraße“ von Hölle folgen wir nach links und biegen bei einem kleinen Park nach rechts ins Höllental ab. Auf der Talstraße entlang der Selbitz bleiben wir für etwa einen Kilometer und wechseln am Teufelssteg auf die andere Uferseite. Mit einem schmalen Pfad erklimmen wir den Osthang des Höllentales und erreichen unweit des Rebeccastollens einen Fahrweg. Während wir uns am Osthang weiter nach oben bewegen, öffnen sich ständig neue Ausblicke oder Felsformationen. Nach dem Häßlerkapf und der Kanzel begeben wir uns bergauf und verlassen das Naturschutzgebiet auf einem Schotterweg. An der nächsten Kreuzung, welche selbst einen schönen Blick auf Lichtenberg bietet, lohnt dennoch ein knapp 500 m langer Abstecher zum Aussichtspunkt „König David“, der bekanntesten Felsformation des Höllentales. Unser Weg aber führt nach rechts und wir erreichen bald schon die Streusiedlung Eichenstein. Von nun an laufen wir auf der geteerten Zufahrtsstraße direkt auf Issigau zu. Das Schloss in Issigau ist das Ziel dieser Etappe. Dort lässt sich übernachten oder einkehren. Um dahin zu gelangen halten wir uns an der Hauptstraße links und biegen nach der scharfen Linkskurve in die Straße „Am Pültzenberg“ ein. Nach ca. 250 m erreichen wir das Schloss und sind am Ziel dieser Etappe des FrankenwaldSteiges angelangt.     Etappe 13: Issigau – Bad Steben 12 km                   382 Hm   Issigau – Untereichenstein – Lichtenberg – Bad Steben   Fünf bedeutende Fernwanderwege treffen sich am Deutschen Wanderdrehkreuz im Frankenwald, starten oder enden hier. Vom Frankenwald hinaus in alle Himmelsrichtungen führen sie. Folgen wir den Spuren auf dem Aussichtsturm der Burgruine Lichtenberg. Weiter Panoramablick in die Ferne und spürbare Geschichte ganz nah. Zurückblicken auf die Wanderung im Frankenwald.   Die letzte Etappe des FrankenwaldSteiges beginnt am Schloss in Issigau. Wir starten die Wanderung indem wir in Richtung der Ortsmitte gehen. Im Scheitel der scharfen Linkskurve biegen wir rechts ab, um uns auch weiterhin rechts zu halten und der Kemlasstraße zu folgen. Die nächste Kreuzung überqueren wir und laufen links des Sportplatzes hinaus auf den Feldweg welchem wir bis zum Waldrand folgen. Unterwegs bieten sich schöne Ausblicke auf die umliegende Gegend. Am Waldrand biegen wir links ab, kommen vorbei an der Einzel Hollerhöh und halten uns am nächsten Abzweig nach rechts. Wir überqueren die Wiesen und Felder, und zwischendurch auch die Straße nach Issigau. Nach dieser folgen wir der geteerten Zufahrtsstraße nach Kemlas. An der Verkehrsinsel biegen wir links auf einen Schotterweg ab, welchem wir bis zum Kemlasbach folgen. Nach dessen Querung unterhalb einer Teichanlage begeben wir uns kontinuierlich bergauf und erreichen schließlich eine große Kreuzung auf der Höhe. Unweit davon befindet sich der Wiedeturm. Dieser wurde 1903 aus Natursteinen errichtet und wird heute von der Ortsgruppe Issigau des Frankenwaldvereins betreut. Die Aussichtsplattform ist auf 15 m Höhe, bis zur Turmspitze misst er 18,55 m. Nach dem Abstecher zum Wiedeturm folgt unser Weg noch kurz dem Forstweg, welchen wir nach etwa 400 m verlassen und uns talabwärts begeben. Der Weg führt nach Untereichenstein. Wenn wir nach rechts die Straße entlang blicken, erkennen wir bereits die Straße und das „Drehkreuz des Wanderns“. Hier treffen wir auf den traditionsreichen Rennsteig, den “Frankenweg“ als ersten „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“, den „Fränkischen Gebirgsweg“ und den „Blauen Kammweg“.   Direkt am Drehkreuz führt unser FrankenwaldSteig allerdings nicht vorbei. Wir biegen bereits 100 m vorher in Untereichenstein nach links ab und gehen wieder bergauf. Durch einen Hohlweg gelangen wir auf eine Kreuzung, die wir queren. Wir laufen weiter geradeaus und treffen auf einen Steig, dem wir gemeinsam mit dem Frankenweg nach unten folgen. Im Tal angelangt treffen wir auf die Straße, welcher wir nach links folgen und Blechschmidtenhammer erreichen. Hier ist ebenso eine Einkehrmöglichkeit, wie wenig später am Gasthaus „Friedrich-Wilhelm-Stollen“. Der Straße weiter folgend gelangen wir zum Naturparkinformationszentrum im alten Bahnhof. Hier werden sowohl das Höllental und Lichtenberg thematisiert, als auch die Naturlandschaft des Frankenwaldes. Wenn wir das Informationszentrum passiert haben biegen wir nach rechts ab und erreichen oben genanntes Gasthaus. Dessen Name rührt von dem sich daneben befindenden Besucherbergwerk her. Dieses kann an Sonn- und Feiertagen oder nach Absprache besichtigt werden.   Gut gestärkt und informiert wandern wir weiter. Gleich nach dem Stollen biegen wir links in das Lohbachtal ein, dessen Verlauf wir für gut 800 m folgen. Nachdem wir den Lohbach zum dritten Mal überquert haben, halten wir uns nach rechts, überqueren auch die Straße und gehen über ein schmales Steiglein immer weiter bergauf. Schließlich kommen wir an einem Pavillon vorbei. Kurz darauf treffen wir auf die Grundmauern der alten Burg von Lichtenberg und schließlich auch den restaurierten Burgfried. Zwar ist dieser nicht als Aussichtsturm zugänglich, doch schon der Blick von den alten Burgmauern belohnt uns für den Aufstieg. Erneut bietet sich im Restaurant „Harmonie“ eine Einkehr an, ehe wir über den Marktplatz durch das Mittelalterstädtchen schlendern. Unterhalb des Marktplatzes treffen wir in einer Kurve auf die Nailaer Straße und begeben uns gegenüber in die Poststraße. Dieser folgen wir stets geradeaus bis um Ortsende, wo wir links abbiegen. Auf den nächsten 2,5 km gehen wir stets geradeaus. Wir können schön auf Bad Steben und den Frankenwald blicken, während unser naturnaher Wiesenweg sich gemächlich dem Kurort nähert. In Bad Steben angekommen folgen wir der Straße „Pfaffensteig“. Diese führt uns zur Bahnhofstraße, vorbei am Rathaus und schließlich an den Bahnhof von Bad Steben. Nach 242 km ist unsere Wanderung um den Frankenwald beendet.    
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Anfahrtsbeschreibung PKW
In Bad Steben Ausschilderung "Ausgangspunkt Wanderbares Deutschland" folgen. Parkplatz am Bahnhof.

Anfahrtsbeschreibung ÖPNV
Mit der Bahn ab Bahnhof Bad Steben. 

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