Tourensteckbrief: Europäischer Fernwanderweg 3+6

Stammdaten der Tour:

Mitwitz

Schwer

21:30 h

84.5 km

2502 hm

793 m

297 m

Einige Ausblicke

Weitere Informationen:

Einkehrmöglichkeit

Haupt-Wanderwege

Beste Jahreszeit:

 



Tourbeschreibung

Mitwitz , Wasserschloss

Am Beginn des Wanderweges lernen wir das Wasserschloss und das Obere Schloss kennen, wo einst die Herren von Würtzburg residierten. Von 1575 bis 1922 wurde die 1266 erstmals urkundlich erwähnte (aber wahrscheinlich viel ältere) Marktgemeinde Mitwitz von diesem Geschlecht regiert. 1575 kam das Untere, 1596 das Obere Schloss an die Herren von Würtzburg, die als freie Reichsritter unmittelbar dem Kaiser unterstellt waren. Nach deren Aussterben wurde der Schwiegersohn Freiherr von Cramer-Klett Erbe der Gesamtbesitzung. Über Jahrhunderte war die Geschichte des Ortes und die der Herrschaft auffallend eng miteinander verknüpft. Über den Breitenseeweg kommen wir zum Ortsende und wandern auf angenehmen, sandigem Weg zusammen mit dem Burgenweg ( + blau) zunächst ein urwüchsiges Tal entlang, vorbei an großen Teichen und Feldern, dann durch lichte Kiefernwälder, ehe wir auf einem Wiesenweg durch schön gestaltete Flur den rings von Wald umgebenen Weiler und den Landgasthof Bächlein erreichen (E 3,4 km). Der sandige Boden begleitet uns weiter, wenn wir auf einem Feld zum Waldrand laufen und durch den nahezu reinen Kiefernwald über zwei Einzeln die Straße nach Bächlein erreichen. Der Fernwanderweg führt auf sandigem, ausgewaschenem Weg über den vormaligen Eisernen Vorhang, über die bayerisch-thüringische Grenze ins Thüringische. Wenn wir dem ehemaligen, geschichtsträchtigen Kolonnenweg über eine Mulde weiter folgen, fällt unser Blick auf einzeln stehende Anwesen, die alle den grenzüberschreitenden Namen Wustung (= ehemalige, verlassene Siedlung) in den verschiedensten Variationen tragen. Noch ehe wir ins Freie kommen, verlassen wir den Burgenweg und kommen nach rechts in Mostholz (E 3,1 km) wieder auf bayerisches Gebiet. Wir überqueren am Gasthaus die Kreisstraße, gehen ein Stück Weges aufwärts und wandern dann auf verschiedenen, immer bequemen Waldwegen durch weiterhin reinen Kiefernwald, bis wir am Waldaustritt einen schönen Ausblick auf das weite Haßlachtal mit den Ortschaften Rottelsdorf, Gundelsdorf, Glosberg und die danach aufsteigenden Frankenwaldhöhen genießen können. Wir durchschreiten die wenigen Anwesen von Rottelsdorf und gehen den Fahrweg rechts abwärts durch die Felder zur nahen Straße. Der Weiler liegt am Fuße des 476 m hohen Kienberg. Wir laufen die wenig befahrene Straße in Richtung Gundelsdorf. Der 330 m über NN liegende Ort wurde im Jahre 1401erstmals urkundlich erwähnt. Es dauert recht lange, bis wir vom Ortsanfang aus, parallel zur B 85, das obere Ende des Dorfes erreicht haben (E). Nach der Überquerung der Bundesstraße (5,3 km) kommen wir auf einem von einer einseitigen Allee gesäumten Fahrweg über das Tal der Haßlach, parallel zum Glosberger Graben, nach Glosberg mit der von 1730 bis 1736 erbauten, sehenswerten Wallfahrtskirche (E 1,6 km). Seit 1530 ist die Wallfahrt nachweisbar. 1727 blühte sie nochmals auf, weil die Marienstatue blutige Tränen geweint haben soll. Das steigerte die Zahl der Wallfahrer, so dass mehrmals am Tage Messen gelesen werden mussten, obwohl die Kirche noch nicht als Wallfahrtsort anerkannt war. Die Kronacher Franziskaner versorgten die Pilger. Sie mussten täglich den etwa 5 km langen Weg von Kronach nach Glosberg im Haßlachtal entlang auf eben dem Franziskanerweg zurück legen. Wir gehen aufwärts zum Ortsende und könnten zusammen mit dem Burgenweg zum oberen Ortsende geradeaus laufen und im lichten Hochwald dem Kreuzweg an den Kreuzwegstationen vorbei steil aufwärts zur Waldkapelle folgen, wo die Muttergottes 1844 einem Hirtenjungen erschienen sein soll. Unterwegs kommen wir am Grab eines unbekannten Soldaten vorbei. Der Bau der 1884 eingeweihten Kapelle wurde schon 1848 begonnen. Die idyllisch gelegene Kapelle lädt zum Verweilen, zu stiller Einkehr ein. Doch diese Kapelle erreichen wir auch mit einem nur kurzen Abstecher, wenn wir unserer Markierung der Forststraße etwa einen Kilometer folgen. Wir laufen den Weg im Wald aufwärts weiter, bis zu einer Wegekreuzung, wo der Burgenweg von der nahen Kapelle her einmündet. Dort wenden wir uns zweimal nach rechts und haben nach etwa 300 Metern die Kapelle erreicht. Von dieser Wegekreuzung aus folgen wir dem Forstweg den Rauschenberg beständig aufwärts und kommen auf der Höhe zum Trebesberger Kreuz mit dem grandiosen Weitblick auf die bewaldeten Höhen des Frankenwaldes. Es liegt nahe des Weilers Trebesberg (E 250 m), mit Zeugnissen tiefer Gläubigkeit und drei Häusern, von denen zwei Gasthäuser sind. Auf einer Stichstraße nach links wandernd, trennen wir uns an der nahen Einzel Schafhut vom Burgenweg, der uns seit Glosberg begleitet hatte. Wir laufen dann die schmale Straße entlang und genießen auf dem 577 m hoch gelegenen Weiler Steingraben den herrlichen Blick auf den Frankenwald. Wenn wir weiter gehen, nimmt uns wieder der Wald auf. Auf angenehmen Wegen erreichen wir schließlich abwärts wandernd das im engen, bewaldeten Tal der Teuschnitz, 376 m über NN gelegene Dorf Gifting (E 5,5 km) mit zahlreichen alten Martern und anderen Zeugnissen christlicher Gesinnung. Besonders sehenswert ist die Kreuzigungsgruppe, die wir etwas abseits der Hauptstraße am unteren Dorfende finden. Wir überqueren geradeaus das Dorf, die Straße und das Tal der Teuschnitz auf einer alten Steinbogenbrücke. Die Teuschnitz entspringt im oberen Bereich der Teuschnitz-Aue nahe von Teuschnitz, und mündet nicht weit von hier in die Kremnitz. Wir wandern auf der wenig befahrenen Straße am rechten Ufer des vormaligen Floßbaches talaufwärts, ehe wir dem Tal folgend nach links in einen Feldweg einbiegen und ihm lange talaufwärts folgen. Wir wechseln auf Floßstegen die Talseite und gehen mit einem schönen Blick auf die wenigen Häuser von Geschwend (am östlichen Hang) weiter bis zu einer Furt am Waldeck des Pfarrwaldes. Unmittelbar an der Kremnitz laufen wir auf der gleichen Seite weiter, bis zur nächsten Furt und folgen dann einem Wiesenweg zum neuen, aufwendig gebauten Pfarrsteg, einem ehemaligen Floßsteg. Wir überschreiten den Steg und wandern auf einem angenehmen Wiesenweg über den recht weiten Talgrund quer hinüber zur Eisernen Brücke, einem einstigen Floßsteg. Wir überqueren die Kremnitz und folgen ihr unmittelbar an ihrem Lauf, biegen dann nach rechts zur Talmitte hin ab und laufen weiter, bis wir den Dobersteg erreichen. Der Dober, ein weiterer Floßbach (im thüringischen Quellgebiet: die Dobra, im Fränkischen: der Dober), entspringt zwischen Brennersgrün und dem Wetzstein und bildet auf etwa 2,5 km die bayerisch-thüringische Grenze. Seine Wasser münden nach der Gehrenwaldspitze in die Kremnitz. Nach dem Dobersteg kommen wir bald an das Ende (oder den Beginn) des 7 km langen Gehrenwaldes, der das Kremnitztal von dem des Dober scheidet. Der Gehrenwald ist ein 342 ha großes Waldgebiet, das der Bamberger Fürstbischof von Rotenhahn 1390 dem Städtchen Teuschnitz schenkte Hier, an der Spitze des Gehrenwaldes, haben wir den einstigen Floßbach zum dritten Mal auf Floßstegen überquert, die wegen des Flößens hoch über dem Bachbett liegen. Wir wandern am Waldrand das Tal aufwärts, überqueren auf einem weiteren, von ehrenamtlichen Helfern des Gartenbauvereins Effelter erstellten Floßsteg das Tal zur anderen Seite. Wir gehen weiter talaufwärts, bis wir zu der links im Talgrund liegenden Effelter Mühle führenden Straße kommen. Wir folgen ihr und wandern nach der Kläranlage auf einem nicht gut sichtbaren Steig nach links in den Wald. Wir wandern in gerader Hauptrichtung auf naturbelassenen, nicht immer klar erkennbaren Wegen durch das Gehölz, bis wir auf einen Wirtschaftsweg stoßen. Er führt uns mit der Markierung des Fronbauern-Weges abwärts, bis kurz vor den Waldrand. Dort biegen wir nach rechts ab und gehen auf einem angenehmen Weg im Wald, anfangs recht steil, dann gemächlicher aufwärts bis zur Straße Effelter-Tschirn. Wir folgen ihr ein kurzes Stück Weges nach links und tauchen dann nach rechts in ein großflächiges Waldgebiet ein. Unser Weg führt an einer Forsthütte vorbei und quert etwas später den oberen Talgrund der jungen Grümpel. Sie entspringt auf der Hochfläche südlich von Tschirn, fließt durch urwüchsige, unberührte Tallandschaften und vereinigt sich bei der Fehnenschneidmühle (südlich von Wilhelmsthal) mit der Kremnitz zur Kronach. 1223 findet man sie unter dem Namen Crummen Cranacha. Der zweite Name fiel weg und es blieb Crummen, ein gewundener, krummer Lauf. Wir wandern durch Waldabteilungen mit stattlichen Baumbeständen länger aufwärts, überqueren die Straße Tschirn-Hubertushöhe (13,2 km) und wandern in leichtem Auf und Ab in vielen Windugen auf verschiedenartigen Waldwegen, bis wir in einer Talsenke die Tschirner Ködel auf einem Steg überqueren. Der im Waldgebiet Hohe Tanne, nahe dem Rennsteig, entspringende vormalige Floßbach bildet zusammen mit der Nordhalbener Ködel die Nurner Ködel. Sie bringt als Hauptlieferant maximal (nach Otto Knopf) 500 Liter Wasser pro Sekunde in den Stauraum der Talsperre. Die Nordhalbener Ködel entstand aus Grumbach und Rosenbaumbach, die sich bei der verschwundenen Zweiwassermühle an der Bayerisch-thüringischen Grenze zur Nordhalbener Ködel vereinen. 100 m talaufwärts überqueren wir das unberührte Tal und folgen zweimal scharf rechts haltend, einem Forstweg, bis wir auf der Höhe das Reviersträßlein, eine gerade, nahezu ebene und sehr lange Forststraße erreichen. Wir laufen geradeaus weiter auf verschiedenen Wegen durch den Wald, bis wir schließlich zum Schluss ziemlich steil abwärts, die letzten Meter zusammen mit dem Seenweg, in das Tal der Nordhalbener Ködel und damit zum Standort der ehemaligen Fichteraschneidmühle kommen. Die 200-jährige Schneidmühle einst beliebtes Ausflugsziel und gemütliche Wanderer-Einkehr brannte im Jahre 1971 aus nicht geklärten Gründen ab und konnte wegen der Ködeltalsperre (Wasserschutzgebiet) nicht mehr aufgebaut werden. Wir überqueren den urwüchsigen, tief eingeschnittenen Talgrund und die Nordhalbener Ködel und wandern, zunächst einem engen Tal entlang, dann rechts abbiegend einen Forstweg durch eine Waldabteilung mit mächtigen Fichten aufwärts, schließlich nach rechts ins Freie und zu den ersten Häusern (ehemaliger Funpark) und zur Hauptstraße von Nordhalben (E 8,3 km). Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt an der Frankenwaldhochstraße auf einem Bergrücken zwischen der Rodach und der Nordhalbener Ködel, nahe der Ködeltalsperre, in 400 bis 674 m Höhe. Vom Schlossberg aus bietet sich ein schöner Blick in das Rodachtal. Historische Gebäude, Martern, Bildstöcke, Kapellen und Sandsteinsäulen sind im Ort und seiner Umgebung zu sehen. In der Zeit zwischen 1146 bis 1154 muss wohl von Bamberg aus gesehen, auf einer Halde die Burg im Nordwald als Zufluchtsstätte für die bischöflichen Untertanen gebaut worden sein. 1154 wird die Burg erstmals genannt, und im Jahre 1160 erfolgt erstmals die urkundliche Nennung von Nordhalden. Auf der Straße in Richtung Mauthaus biegen wir an der Nordwaldhalle nach links ab und laufen weiter zum Weiler Regberg und dann auf einem Waldweg geradewegs abwärts zur Stoffelsmühle. Wir wandern kurz auf der Straße in Richtung Geroldsgrün, biegen nach rechts ab und überqueren auf einem Wehrsteg die Ölsnitz und das Tal. Sie entspringt in 655 m Höhe im Gerlaser Forst, nimmt die Wasser des Langenbaches und des Rothmaiselbaches auf und mündet bei der Neumühle in die (Zahme) Rodach. Wir wandern nun einem bequemen Jägersteig kurz, aber ziemlich steil im Wald aufwärts, bis wir auf einen Forstweg stoßen. Wir laufen nun diesen Hangweg unweit des Tales mit einigen Durchblicken auf den zum Teil mit Pestwurz überdeckten Talgrund nach links, bis nach etwa 700 Metern der erste Forstweg spitzwinkelig nach rechts abzweigt. Nun wandern wir im Wald einen angenehmen Weg mit Feinabdeckung beständig aufwärts. Mit zunehmender Höhe bieten sich immer mehr Ausblicke auf ein tief eingeschnittenes Waldtal, auf die Stoffelsmühle und eine Weile auch auf Nordhalben. Eben dort biegen wir scharf nach links ab auf einen anderen Waldweg, dem wir aber nur ganz kurz folgen. Dann biegen wir auf einen kaum sichtbaren Pfad nach rechts ein, der uns im Wald recht steil aufwärts führt, bis er in einen bequemen, naturbelassenen Weg einmündet, dem wir lange auf der Höhe folgen, bis wir den Seenweg kreuzen. Nun ist es auf der Höhe nicht mehr allzu weit zum Schiefertisch (6,6 km) an einer Wegekreuzung. Wir laufen den Fahrweg weiter, der zum Schieferbergwerk Lotharheil führt. Ein Abstecher und ein Besuch lohnen sich! Das Schieferbergwerk Lotharheil mit seiner 35 ha großen Schieferlagerstätte ist als einziges von den einst an Schiefergruben so reich gesegneten Schiefer-Frankenwald noch geblieben. Von den vormaligen mehr als 1000 Schieferbergwerken gibt es bundesweit nur noch drei im Rheinland. Im Jahre 1857 wurde das Bergwerk von Lothar von Faber zur Schiefertafelproduktion aufgemacht. Seit 1904 gehört das Schiefervorkommen als vormals vererbbares Lehen des bayerischen Königs der Familie Teichmann. Wir aber verlassen den zum Schieferbergwerk führenden Fahrweg und laufen links weiter, bis wir auf einer Wegespinne im Wald zur Schützhütte an Hopperles Kohlstatt (ehem. Kohlstatt) und zum Pfeifer-Gedenkstein kommen. Er war von 1898 bis1945 Obmann der OG Hof; er machte sich um die Erschließung von Wanderwegen und um den Fremdenverkehr von Dürrenwaid verdient. Rechts abwärts erreichen wir die Zwei Brüder, zwei 1748 gepflanzte Buchen, an einem Brünnlein. Wir wandern weiter auf dem Hangweg entlang des Weißengrundbaches abwärts zur Straße im Langenautal und freuen uns dabei auf den wohltuenden Blick auf das Umland. 500 m auf der Straße nach links, kommen wir an das dem Verfall preisgegebene, unter Denkmalschutz stehende ehemalige Forsthaus Langenau und zum Max-Marien-Brunnen, der seit 1938 in die Kurmittel des Staatsbades Bad Steben (3,1 km) einbezogen ist. In unmittelbarer Nähe: der Eichendorff-Brunnen, der Kämmleinsfelsen, der Burgstein, die nicht begehbare Rauhberghöhle (auch Alexander von Humboldt-Höhle) und das leider wegen der strengen Auflagen des Denkmalschutzes nicht mehr weiter renovierte Forsthaus. Das Heilwasser erfreute sich schon im 17. Jahrhundert eines guten Rufes. 1851 besuchten König Max und Königin Marie von Bayern die Langenau. Bei der festlichen Taufe im Jahre 1852 wurde die Quelle nach ihnen benannt. Seit 1908 ist sie im Besitz der Badeverwaltung in Bad Steben. Auf bequemen, naturbelassenen Wegen wandern wir von dort aus beständig aufwärts, queren einen Forstweg und wandern weiter geradeaus über eine Wegespinne zur Straße Geroldsgrün-Wolfersgrün. Wir überqueren die Straße und laufen einen Forstweg bis zu einem Jägersteig und folgen ihm mit herrlichem Blick auf die gewaltigen Waldhänge (der Schnaidberg mit dem Fernsehumsetzer) beständig abwärts bis in das schöne Tal der Lamitz am Fuße des 131 m aus dem Lamitztal aufsteigenden Schlossberges (2,4 km), auf dessen Gipfel sich noch Spuren der vormaligen Burgruine Hohenrod finden. Die Lamitz entspringt 1 km südlich von Geroldgrün, durchfließt den 8 km langen, stillen Lamitzgrund und mündet kurz danach bei Schnappenhammer in die Wilde Rodach. Am Ende des Talgrundes laufen wir noch denselben Weg aufwärts, wenden uns dann nach rechts und gehen auf einem bequemen Waldweg den Hang aufwärts zu einer Wegespinne zum Schlossberg. Auch wenn die Tafel am Wege über seine Geschichte informiert, lohnt es sich, den 150 Meter langen Felsensteig zu der allseitig abfallenden Kuppe des Schlossberges, 150 Meter über dem Lamitztal, emporzusteigen. Der Wanderweg führt weiter aufwärts bis zu dem nach Schnaid führenden Fahrweg, dem wir kurz nach rechts folgen und dann auf einem naturbelassenen Waldweg links abwärts wandernd zu der Stätte kommen, wo einst der wohl mächtigste Baum des Frankenwaldes, der Großvater, eine altehrwürdige, etwa 350-jährige Weißtanne, thronte (2,0 km). 1918 wurde sie in 3 m Höhe von einem Sturm abgebrochen. An der gefassten Thiemitzquelle sie ist ein Nebenfluss der Wilden Rodach und den vermodernden Resten des Kleinen Großvaters eine einst dürre Fichte, die neben einer mächtigen Buche stand vorbei, folgen wir lange einem Hangweg durch einen mit vielen Buchen bestockten Wald, wenden uns zweimal abwärts und erreichen auf Forstwegen die Ortschaft Thiemitz (E 2,5 km). Am Rande der Ansiedlung brennt gegenwärtig noch gelegentlich der letzte Köhler des Frankenwaldes seine Holzkohle. An der Gaststätte Zum Forsthaus überqueren wir das Thiemitzbächlein und laufen auf naturbelassenen Wegen bergan und folgen schließlich der Straße nach dem 630 m hoch gelegenen Sorg. Auf der Straße ein kurzes Stück weiter, biegen dann nach rechts in den Wald ab und kommen auf Treppen und auf einem Waldweg durch eine kurze Waldabteilung und im Freien auf einem Feldweg über die Straße (Straßdorf-Bernstein) zu dem in einer Quellmulde liegenden Dorf Meierhof (2,1 km). Durch die Felder (Ausblicke!) und den Wald kommen wir abwärts zur B 173. Wir wandern über die Straße (Vorsicht!), biegen aber gleich nach links ab und gehen parallel zur Bundesstraße am Waldrand entlang, dann nach rechts in den Wald und dort aufwärts zur Höhe (Ausblicke!) und zum Bauhof von Schwarzenbach a. Wald. Die Stadt mit den 42 Ortsteilen, Das Herz des Frankenwaldes, liegt am Fuße des Döbraberges (E 2,4 km). Wandern, Rad- und Skisport bieten sich an. Die Stadt ist sicher älter als es seine erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahre 1388 bezeugt. In der Josef-Witt-Straße, nahe der Straße nach Döbra, verlassen wir die Stadt und erreichen auf Feld- und Waldwegen nach einem letzten, kurzen und steilen Aufstieg den Gipfel des Döbraberges, des höchsten Berges des Frankenwaldes (794 m 1,9 km). Ihn krönt der 18 m hohe, 1902 errichtete Prinz-Luitpold-Turm. Sein Vorgänger war ein im Jahre 1887 von der Sektion Frankenwald im Deutsch-Österreichischen Alpenverein errichteter, 17 m hoher Holzturm mit einem schützenden Dach über der Aussichtsplattform. Wenn wir den Döbraberg in östlicher Richtung im Wald bergab verlassen, genießen wir bald durch die freie Flur wandernd die schöne Aussicht auf das Vogtland, das Fichtelgebirge und im Vordergrund die Stadt Helmbrechts, unser nächstes Teilziel. Wir überqueren am Wanderparkplatz die Straße, laufen am Waldrand entlang und am Waldeck auf einem angenehmen Weg abwärts zu einem Waldweg, den wir zu einem zweiten hin überschreiten und diesem nach rechts folgen, bis wir auf einen Forstweg stoßen, der uns nach links abwärts über eine Senke und weiter über die zur Bischofsmühle führende Straße führt. Zunächst auf einem Steig, dann auf verschiedenen Waldwegen laufen wir in weitem Halbkreis über den Rauhenberg (706 m, ein Bergkegel aus Kieselschiefer) zu der nach Helmbrechts führenden Straße und mit ihr zur nahen Einzel Rauhenberg (z.T.E 4,5 km) mit dem Gasthaus und einem typischen Weberhäuschen daneben. In der auslaufenden Linkskurve verlassen wir die Straße nach Helmbrechts und wandern im Wald über ein schmales Tal zu einer Forststraße, queren sie und laufen auf Forstwegen und naturbelassenen Waldwegen durch verschiedene Waldformationen zum reizvollen Lehstenbachtal. Wir überqueren Bach und Tal und wandern im Wald aufwärts, dann auf einem stark begrasten Wiesenweg bergan nach Kleinschwarzenbach (E 3,0 km), wo noch zwei strohgedeckte Weberhäuser an die Blütezeit der Handweberei erinnern. Die Sage von der Zigeunerin soll der Grund dafür sein, dass es im Ort lange keinen Brand gab. Wir laufen am Ortsende neben der Straße auf dem Geh- und Radweg weiter in die am nordwestlichen Rand der Münchberger Gneisplatte zwischen 600 und 700 m hoch gelegenen Stadt Helmbrechts zur Kirche (E 1,5 km). Der 1232 erstmals erwähnte Ort (zu des Helmbrecht Hof) entwickelte sich zum Kleiderschrank der Welt, das heute noch durch das Oberfränkische Textilmuseum dokumentiert wird. Am Museum vorbei erreichen wir den Kreisel in der Münchberger Straße und laufen zusammen mit der Markierung des Webersteiges einer der vielen Steige, auf denen die Handweber ihre Erzeugnisse nach Hof zu den Faktoren brachten nach links am Einkaufsmarkt vorbei stadtauswärts. Mit einem schönen Blick auf die Tallandschaft der Selbitz gehen wir zum Wald und weiter aufwärts zur Straße und mit ihr nach links in das nahe Edlendorf (E 4,0 km). Edlendorf und Günthersdorf sind ein Zwillingsdorf, das durch den Edlendorfer Bach (auch Erlenbach) getrennt wird. Am 13.02.: Gedenken an die Schlacht zwischen Edlendorf und Günthersdorf (=..... Schlägerei). Hier begegnen wir dem zum Wanderbaren Deutschland zertifizierten Fränkischen Gebirgsweg, der uns bis zur Autobahnbrücke kurz nach Laubersreuth begleitet. Von hier aus sind auch die 7Dörfer nicht weit entfernt. Sie gehörten einst zu den sieben freien Dörfern, deren Bewohner die Teilstrecke Stammbach Konradsreuth der wichtigen alten Handelsstraße Nürnberg Hof Leipzig zu bewachen hatten. Zu den erstmals 1323 erwähnten Siebendörfern oder Vereinigte Dörfer, wie sie auch genannt werden, gehörten mit dem Hauptsitz Ahornberg einst noch Almbranz, Jehsen, Laubersreuth, Meierhof, Querenbach und Ölschnitz. Neuere Forschungen verlegen ihre Entstehung schon in die Zeit von Heinrich III. (1039 1056). Als Gegenleitung genossen die Bewohner Steuervorteile und die Freistellung vom Kriegsdienst. Wir laufen geradeaus durch das Dorf und treffen in der Ortsmitte auf den Fränkischen Gebirgsweg. Wir folgen nur noch kurz der Straße geradeaus und wenden uns dann nach rechts. Wir wandern nach rechts auf einem Flurbereinigungsweg zur Höhe und dann mit schönen Ausblicken im Freien hin zum Wald. Am Waldanfang wandern wir nach links und dann beständig auf einem weichen Wiesenweg am Waldrand lange bis zum Waldeck. Wir biegen nach rechts ab und kommen in lichtem Hochwald aufwärts zur Straße. Wir überqueren sie zu einem Forstweg, den wir gleich wieder verlassen und auf einem naturbelassenen Waldweg nach rechts aufwärts wandern. Auf angenehmen Wegen führt unser Wanderweg durch das Waldgebiet Schwarzholz, bis wir wieder unseren schon bekannten Fahrweg erreichen. Ihm folgen wir nach links zur nahen Ausflugsgaststätte Schwarzholzwinkel (E 3,0 km). Schwarzholz kann man wohl als Grenzwald deuten, denn schwarz und weiß waren einst Grenzbezeichnungen. Es wäre dann die Grenze zwischen dem einstigen Radenzgau im Westen und dem Regnitzland im Nordosten. Wir überqueren die Straße geradeaus, streifen die Streusiedlung Rabenreuth, wandern durch die Flur zu dem vom Kyrill (Januar 2007) zerstörten Wald und biegen nach etwa 100 m nach rechts in den Wald ab. Dort wandern wir gleich links leicht bergab parallel zum nahen Fahrweg weiter. Kurz nachdem der Wald rechts endet, gehen wir nach links zurück zum Weg und laufen weiter, zuletzt auf einer Ortsverbindungsstraße, in das nahe Laubersreuth (E 2,0 km), das im Mittelalter zu den 1323 erstmals urkundlich erwähnten Siebendörfern gehörte. Sie hatten die Passstraße zwischen Stammbach und Konradsreuth zu sichern. Anmerkung: Die Wanderstrecke von Edlendorf nach Laubersreuth kann man auch wenn nötig nur auf dem Fahrweg geradlinig wandern. Wir wandern am Gasthaus vorbei, biegen nach links ab und kommen durch die Autobahnunterführung. Kurz danach trennen wir uns an der Wegegabelung vom Fränkischen Gebirgsweg und laufen geradeaus durch abwechslungsreiche Fluren über das schmale Tal des Herrnreuthbaches zum Wald. Durch Wald und Flur kommen wir, mit dem Blick auf den Turm auf dem Rohrbühl (Kriegerdenkmal), zu einem Bauernhaus, kurz vor den ersten Häusern von Schlegel, einem Ortsteil von Münchberg. Nach dem Anwesen biegen wir nach rechts ab und wandern auf einem Wiesenweg über den Grund hinüber zum Sportzentrum von Münchberg. Auf dem Bürgersteig erreichen wir gar das Schützenhaus der ehemaligen Kreisstadt Münchberg, wo der FGV die Betreuung dieser beiden Fernwanderwege (3+6) übernimmt (E 2,5 km). Die letzte Wegestrecke des E 3+6 führte durch die Münchberger Gneisplatte (Gneis = Feldspat, Quarz und Glimmer), die sich mit einer Breite von 15 km von Bad Berneck bis Hof erstreckt.
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